Plug Power steigert Umsatz in Q1 deutlich und verbessert Margen – positives EBITDAS Ende 2026 angepeilt - Aktie klettert

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Slingerlands (USA) - Der US-Wasserstoffspezialist Plug Power hat im ersten Quartal 2026 den Umsatz deutlich gesteigert und seine operative Ergebnislage spürbar verbessert. Die im globalen Aktienindex RENIXX (Renewable Energy Industrial Index) gelistete Aktie legte nach Veröffentlichung der Zahlen im gestrigen Handel zeitweise um 14,3 % auf 3,03 Euro zu.
Plug Power setzt aus strategischer Sicht auf den Ausbau seines integrierten Wasserstoffgeschäfts – von der Produktion über die Logistik bis hin zu Brennstoffzellen- und Elektrolyseanwendungen. Dabei stützen insbesondere Fortschritte bei den Margen, eine höhere Nachfrage im Material-Handling-Geschäft sowie wachsende Elektrolyseurprojekte den Kurs des Unternehmens auf dem Weg zur angestrebten Profitabilität. Parallel treibt der Konzern Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen voran, um im vierten Quartal 2026 ein positives EBITDAS zu erreichen.
Umsatzwachstum und deutliche Verbesserung der Margen
Im ersten Quartal 2026 erhöhte Plug Power den Umsatz um 22 Prozent auf 163,5 Mio. US-Dollar (Q1 2025: 133,7 Mio. US-Dollar). Wachstumstreiber waren insbesondere die Geschäftsbereiche Material Handling sowie Elektrolyseure.
Die GAAP-Bruttomarge verbesserte sich deutlich von minus 55 Prozent im Vorjahresquartal auf minus 13 Prozent. Dies entspricht einer Verbesserung der Gesamtmarge um 71 Prozent beziehungsweise einem Anstieg der Margenquote um 42 Prozentpunkte. Ursache sind laut Plug Power höhere Umsätze, Optimierungen bei den Kosten, Fortschritte im Servicegeschäft sowie eine effizientere Wasserstoffbeschaffung.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei minus 0,08 US-Dollar (Q1 2025: minus 0,17 US-Dollar). Auf GAAP-Basis wies Plug Power einen Verlust je Aktie von minus 0,18 US-Dollar (Q1 2025: minus 0,21 US-Dollar) aus. Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch nicht zahlungswirksame Effekte aus der Bewertung von Wandelanleihen und Optionsscheinen.
Konzernchef Jose Luis Crespo erklärte: „Unsere Ergebnisse für das erste Quartal spiegeln eine starke kommerzielle Umsetzung und weitere Fortschritte bei der Verbesserung der grundlegenden Wirtschaftlichkeit des Geschäfts wider und versetzen uns in die Lage, unser Ziel eines positiven EBITDAS im vierten Quartal 2026 zu erreichen.“
Elektrolyseure und Wasserstoffproduktion bleiben zentrale Wachstumssäulen
Im Elektrolyseurgeschäft meldete Plug Power inzwischen weltweit installierte Kapazitäten von mehr als 320 MW. Die Projektpipeline summiert sich laut Unternehmen auf über 8 Mrd. US-Dollar.
Zu den laufenden Großprojekten zählen unter anderem ein 100-MW-Elektrolysesystem für Galp Energia in Portugal sowie ein 25-MW-Projekt mit Iberdrola und BP in Spanien. Darüber hinaus erhielt Plug Power einen Auftrag für das Front-End-Engineering-Design eines 275-MW-Projekts von Hy2gen in Québec. Fortschritte meldete das Unternehmen zudem bei Wasserstoff- und SAF-Projekten mit Allied Green Ammonia in Usbekistan.
Auch im Wasserstoffgeschäft verbesserte sich die Entwicklung deutlich. Die Umsätze mit Wasserstoffverkäufen stiegen um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Gleichzeitig erhöhte sich die Marge in diesem Segment um 54 Prozentpunkte. Plug Power profitiert dabei nach eigenen Angaben von höheren Produktionsvolumina, geringeren Fremdbezugskosten und einer effizienteren Auslastung des eigenen Wasserstoffnetzwerks.
Die Produktionsanlagen in Georgia, Tennessee und Louisiana verfügen derzeit zusammen über eine Kapazität von rund 40 Tonnen Wasserstoff pro Tag.
Liquidität deutlich gestärkt
Plug Power verfügte zum Quartalsende über 802 Mio. US-Dollar an liquiden Mitteln (Q1 2026), gegenüber 1,076 Milliarden US-Dollar zum Ende des Vorjahresquartals (Q1 2025). Der Bestand umfasst frei verfügbare und gebundene Mittel, von denen Teile schrittweise freigesetzt werden sollen. Zusätzlich erwartet das Unternehmen kurzfristige Zuflüsse aus Asset-Verkäufen und Steuerkredit-Transaktionen in Höhe von mehreren hundert Millionen US-Dollar.
Ausblick 2026: Fokus auf Profitabilität und Skalierung
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Plug Power weiterhin eine schrittweise Verbesserung der operativen Entwicklung. Der Fokus liegt auf Margenexpansion, effizienter Kapitalnutzung und der Umsetzung der Projektpipeline. Das Unternehmen hält an dem Ziel fest, im vierten Quartal 2026 ein positives EBITDAS zu erzielen. Wachstumstreiber bleiben insbesondere der Ausbau der Elektrolyseurprojekte, die Skalierung der Wasserstoffproduktion sowie die zunehmende Industrialisierung der Kundenanwendungen im Material-Handling- und Energiesektor.
Quelle: IWR Online
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