11.08.2014, 10:21 Uhr

PV-Ausschreibung in Brasilien: Es geht um knapp 11 Gigawatt

Münster/Berlin – Brasilien setzt auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Insbesondere im Wind- und Solarsektor will das Land neue Kapazitäten schaffen. In einer aktuellen Ausschreibungsrunde sind nun Projektangebote mit einer Leistung von fast 11 Gigawatt (GW) eingereicht worden.

In dem bundesweiten Verfahren für PV-Projekte sind demzufolge rd. 400 Angebote eingegangen. Nach Angaben der Exportinitiative Erneuerbare Energien liegt die Gesamtleistung bei rd. 10,8 GW, das gehe aus aktuellen Daten der brasilianischen Empresa de Pesquisa Energetica (EPE) hervor.

Projekte sollen bis 2017 ans Netz gehen

In dem technologiespezifischen Vergabeverfahren für PV-Projekte konnten Projektentwickler Angebote für neue PV-Kraftwerke einreichen. Nach Angaben der Exportinitiative haben sich auch deutsche Projektentwickler an dem Verfahren beteiligt. Die Mindestkapazität für die neuen Projekte betrug dabei fünf Megawatt. Im weiteren Verlauf wird nun die brasilianische Netzagentur (ANEEL) bis zum 31. Oktober 2014 über die Angebote entscheiden. Berücksichtigte Projekte sollen im Rahmen eines Power Purchase Agreements (PPA) eine garantierte Vergütung über 20 Jahre erhalten. Bis Oktober 2017 sollen die Projekte dann in Betrieb gehen.

Nach Angaben der Exportinitiative Erneuerbare Energien ist das laufende Verfahren das erste, in dem die Photovoltaikprojekte nicht mit anderen Erneuerbaren Energien konkurrieren müssen. In der Vergangenheit habe die brasilianische Regierung dementsprechend auch Windkraftprojekten aufgrund ihrer niedrigeren Stromgestehungskosten bei Ausschreibungen den Vorzug gegeben.


© IWR, 2014