22.07.2011, 09:49 Uhr

Regenerativer Wirtschaftstag 2011 - Investieren in Zukunftsmärkte

Münster - Die internationale Regenerative Energiewirtschaft befindet sich seit 2009 nach einer lang anhaltenden Wachstumsphase in einer ungewohnt angespannten konjunkturellen Situation. Auf dem Wind- und Solarmarkt führen Überkapazitäten zu einem hohen Preisdruck bei den Unternehmen. Die Folge sind sinkende Aktienkurse und Börsen-Indizes, wie im weltweiten Aktienindex RENIXX World (Renewable Energy Industrial Index) ablesbar ist. Insgesamt sind die globalen Investitionen in regenerative Energieanlagen 2010 dennoch auf rd. 140 Mrd. Euro (2009: 125 Mrd. Euro) gestiegen.

Auf dem Regenerativen Wirtschaftstag am 29.09.2011 2011 in Münster werden die nationalen und internationalen Wirtschafts- und Marktperspektiven für die erneuerbaren Energien beleuchtet. China nimmt mittlerweile auf dem Weltmarkt eine Schlüsselrolle ein. Im Jahr 2010 stieg der chinesische Anteil am globalen Windmarkt auf 50 Prozent, chinesische Solaranbieter spielen eine zentrale Rolle. Wie aber funktioniert „grüne“ Wirtschaftspolitik in China, was müssen Investoren beachten und welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf den Standort Europa? Steigende Projektvolumina erhöhen zunehmend die Beteiligungsrisiken, die Risikoabsicherung gewinnt somit an Bedeutung.

Deutschland steht im Zeichen der Energiewende. Das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie die Direktvermarktung von Ökostrom werden in der Branche kontrovers diskutiert. Für kommunale Versorger eröffnen sich nach dem Ausstieg aus der Kernenergie neue Einstiegsoptionen, bspw. über Beteiligungen an Offshore-Windenergie-Projekten. Die Kenntnis der Markt- und Risikostrukturen ist hier von erheblicher Bedeutung. Auch neue technische Trends bei Solarzellen der nächsten Generation und Energiespeicher, wie das in einer Pilotanlage für Audi eingesetzte Power-to-gas-Verfahren zur Umwandlung von regenerativem Strom in Erdgas, beeinflussen den Markt.

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