RENIXX klettert weiter: Windkraft-Aktien top – Tesla leichter nach Zahlen - DAX-Gewinner Siemens mit starkem Windgeschäft
Münster – Der RENIXX World baut im Handel am Donnerstagvormittag die Vortagesgewinne aus und legt bislang um weitere 0,9 Prozent auf 433,70 Punkte zu. Am Mittwoch war es für den internationalen Aktienindex der Regenerativen Energiewirtschaft um 1,4 Prozent nach oben gegangen.
Auch der DAX orientiert sich im Donnerstagshandel nach oben (+0,6 Prozent, 10.229 Punkte). Sowohl im globalen Leit-Aktienindex für erneuerbare Energien als auch im DAX sind die Quartalszahlen für einige der auffälligen Kursbewegungen verantwortlich. Von Interesse für die Börsianer ist am Nachmittag zudem die Entscheidung der britischen Notenbank über die weitere Zinspolitik. Der Eurokurs gibt leicht um 0,1 Prozent auf 1,114 US-Dollar nach. Auch der Goldpreis sinkt um 0,4 Prozent auf 1.353 US-Dollar.
Nordex stellt Groß-Windpark in Südafrika fertig
Zu den größten Gewinnern im RENIXX zählen zahlreiche Vertreter der Windenergiebranche: An der Indexspitze liegt der Windpark-Betreiber China Longyuan (+5,3 Prozent, 0,77 Euro) vor dem Windenergie-Zulieferer China High Speed Transmission (+4,2 Prozent, 0,72 Euro). Danach folgen die Windturbinen-Hersteller Nordex aus Deutschland (+4,1 Prozent, 24,34 Euro) und Vestas aus Dänemark (+4,0 Prozent, 63,26 Euro). Beide Anlagenproduzenten haben über Projekterfolge aus Afrika berichtet: Nordex hat einen 134 Megawatt (MW) großen Windpark in Südafrika fertiggestellt, Vestas eine 120-MW-Bestellung aus Marokko bekommen. Zu den Verlierern im RENIXX zählt auch die Tesla-Aktie (-1,3 Prozent, 200,31 Euro). Der US-Hersteller von Elektroautos hat im zweiten Quartal 2016 einen höheren Nettoverlust ausgewiesen als noch im Vorquartal.
Siemens mit Rekorden im Windenergiesektor
Im DAX mach die Siemens-Aktie nach der Vorlage der Q3-Geschäftszahlen und der Anhebung der Ergebnisprognose einen Gewinnsprung (+4,6 Prozent, 101,25 Euro). Auch im Windenergiesektor weist Siemens für das dritte Quartal Höchstwerte bei Auftragsbestand um Umsatzerlösen aus. Die Bankaktien von Deutsche Bank (+3,7 Prozent, 11,61 Euro) und Commerzbank (+3,4 Prozent, 5,37 Euro) erholen sich von der jüngsten Talfahrt. DAX-Schlusslicht ist die Adidas-Aktie (-3,5 Prozent, 142,70 Euro). Die E.ON-Aktie hält sich wacker (+0,3 Prozent, 9,23 Euro). In den Medien kursiert die Infos, dass die Kraftwerkstochter Uniper Milliarden abschreiben muss.
Heizöl verteuert sich gegen den Trend
Für die Benzinpreise geht es weiter bergab. Das Auto kann man mal wieder günstiger betanken, egal ob Diesel oder Super E10. Der Dieselpreis fiel am Mittwoch im bundesweiten Durchschnitt um über ein halbes Prozent auf 1,05 Euro je Liter. Superbenzin der Sorte E10 kostete 1,25 pro Liter und war um 0,3 Prozent gesunken. Ähnlich sieht es beim Rohöl aus: Die Ölsorten WTI und Brent verbilligen sich. WTI-Öl ist um 0,6 Prozent günstiger zu haben und kostet derzeit rund 40,50 US-Dollar je Barrel. Die Nordseesorte Brent verliert preislich genau ein Prozent auf 42,60 US-Dollar je Fass. Nur Heizöl legt zu. Um mehr als zwei Prozent ist der Heizölpreis gestiegen. Heizöl kostet bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern 45 Eurocent pro Liter und damit genau einen Cent mehr als am Mittwoch.
CO2-Zertifikatepreis erholt sich weiter
Zum wiederholten Male ist das zur Emissionen einer Tonne des Treibhausgases CO2 berechtigende Wertpapier an der Energiebörse EEX teurer geworden. Ein Zertifikat kostet derzeit 4,62 Euro. Strom legt in Frankreich und Deutschland ebenfalls zu. Im Day-ahead-Handel der Strombörse verteuerte sich der Strom im deutschen Marktgebiet um 13 Prozent auf 3,15 Eurocent je Kilowattstunde (kWh). In Frankreich steigt der Preis je kWh um acht Prozent auf 3,19 Cent.
Mehr Strom durch Wind und Sonne
Mit über 18.000 MW Leistung erzeugen die Photovoltaikanlagen in Deutschland am Mittag in der Spitze Strom. Auch die Windenergie-Leistung ist höher als am Vortag: Am Mittag werden 14000 MW Windleistung erwartet. Zusammen erzeugen Wind und Sonne dann zur Spitzelastzeit Strom mit einer Leistung von rund 32.000 MW.
Quelle: IWR Online
© IWR, 2016