25.07.2014, 13:23 Uhr

RENIXX rauf, DAX runter: Suzlon und Gamesa an der RENIXX-Spitze – Wind- und Solaranlagen decken Spitzen-Strombedarf zu über 30 Prozent

Münster – Der RENIXX World orientiert sich am Freitag nach oben (+0,4 Prozent, 405,34 Punkte) und der DAX verliert (-0,6 Prozent, 9.740 Punkte). Der deutsche Aktienindex wird dabei u.a. auch von einem schwächeren ifo-Geschäftsklima runtergezogen.

Der ifo-Index fällt bereits im Juli zum dritten Mal in Folge. Das Wirtschafts-Stimmungsbarometer landete bei 108 Punkten und damit unterhalb der Erwartungen. Der Eurokurs gibt leicht auf 1,345 US-Dollar nach und der Goldpreis steigt auf 1.296 US-Dollar je Feinunze.

Gamesa-Aktie nach Zahlen im Aufwind

Größter RENIXX-Gewinner ist die Aktie des indischen Windkraftanlagen-Produzenten Suzlon (4,6 Prozent, 1,15 Euro). Dahinter folgt der spanische Konkurrent Gamesa (+4,1 Prozent, 9,30 Euro), der von den Halbjahreszahlen profitiert. Gamesa ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich profitabler gewesen. Auch der Umsatz wurde erhöht.

Im DAX stellen sich die größten Verluste für die Adidas-Aktie (-1,4 Prozent, 71,48 Euro) ein. Auch E.ON (-1,0 Prozent, 14,77 Euro) und RWE (0,5 Prozent, 31,46 Euro) geben nach. An der DAX-Spitze steht die Commerzbank-Aktie (+2,6 Prozent, 11,44 Euro).

Französischer Strompreis knickt ein

Im Day-ahead-Handel für den morgigen Samstag fällt der Preis für eine Kilowattstunde (kWh) deutschen Strom am Spotmarkt der Energiebörse um rund 8,4 Prozent auf ca. 3,15 Cent. Auch französischer Strom wird günstiger. Hier bricht der Preis sogar um knapp 34 Prozent ein und notiert bei 2,17 Cent pro kWh. Der Preis für ein CO2-Zertifkat, welches zur Emission einer Tonne CO2 berechtigt, verteuert sich auf 6,02 Euro (+0,3 Prozent).

Die Rohöl-Preise stagnieren. Aktuell verharrt der Preis für ein Barrel der Nordsee-Marke Brent bei 107,20 US-Dollar. Die amerikanische Sorte WTI notiert bei 102,1 US-Dollar je Barrel (+0,1 Prozent). Der Heizölpreis fällt erstmals in dieser Woche und notiert zurzeit bei 0,81 Cent (-0,3 Prozent; inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern) pro Liter. Am gestrigen Donnerstag lag der Preis für ein Liter Diesel im Bundesdurchschnitt mit 1,352 Euro pro Liter genauso hoch wie am Mittwoch. Der Preis für Super E10 fiel an den Tankstellen gestern leicht um knapp 0,1 Prozent auf 1,521 Euro pro Liter.

Solarstrom-Produktion trotz Wolken hoch

Trotz der zunehmenden Bewölkung in Deutschland erzeugen die Solaranlagen gegen Mittag voraussichtlich Solarstrom mit einer Leistung von rund 15.700 MW. Der Anteil der Windkraft liegt dann bei rund 3.000 MW. Dadurch dass die erneuerbaren Energiequellen zusammen Strom mit einer Leistung von 18.700 MW erzeugen, müssen die konventionellen Anlagen nur noch Strom mit einer Leistung von 42.200 MW erzeugen. Ohne die Elektrizität aus Sonnen- und Windenergie müssten gegen Mittag sonst Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke mit einer Leistung von 57.900 MW laufen. Die beiden erneuerbaren haben einen Anteil an der Stromproduktion zur Mittagszeit von über 30 Prozent.

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