17.03.2014, 13:12 Uhr

RENIXX startet schwungvoll: Nordex vor Canadian Solar und Plug Power – Siemens, Infineon und SAP schieben DAX an

Münster – Der weltweite Aktienindex für regenerative Energien RENIXX World ist mit kräftigen Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Bis zum Mittag bewegt sich das Börsenbarometer um 1,2 Prozent nach oben und erreicht 380,5 Punkte.

Auch der DAX kann am Montagvormittag mit einem Kursplus von 0,7 Prozent auf 9.118 Punkte zulegen. Beide Indizes erholen sich damit von Rückschlägen der abgelaufenen Woche. Der RENIXX hatte um mehr als sechs Prozent nachgegeben. Am Devisenmarkt notiert der Eurokurs am Montag nach einem leichten Abschlag (-0,1 Prozent) bei 1,389 Euro. Gold verliert hingegen an Wert: Zumindest sinkt der Börsenpreis für eine Feinunze heute bislang um 0,8 Prozent auf 1.377 US-Dollar.

Nordex-Aktie holt auf

Die RENIXX-Gewinnerliste wird von der Nordex-Aktie angeführt (+7,1 Prozent, 11,29 Euro). Aktuelle Nachrichten des Unternehmens liegen dabei nicht vor. Dem Wertpapier des Hamburger Windenergieanlagen-Herstellers gelingt offenbar eine Gegenbewegung nach den Verlusten der Vorwoche (-9,4 Prozent). Dies trifft auch für das Wertpapier von Canadian Solar zu, das sich am Montagvormittag um 4,5 Prozent auf 24,78 Euro verbessert. Der Titel war vergangene Woche um 12,5 Prozent eingebrochen. Weiterer Gewinner am Montag ist nach schwachem Start inzwischen das Papier von Plug Power (+4,2 Prozent, 5,06 Euro).

Im DAX können Siemens (+2,9 Prozent, 93,23 Euro), Infineon (+2,8 Prozent, 8,15 Euro) und SAP (+2,2 Prozent, 55,49 Euro) die Gewinnerliste erobern. Siemens profitiert dabei von der Meinung verschiedener Aktienanalysten. Merrill Lynch und JP Morgan haben die Einschätzung für die Siemens-Aktie auf „Buy“ bzw. „Overweight“ hochgestuft.

CO2-Preise fallen weiter zurück

Nachdem der Preis für CO2-Zertifikate in den vergangenen Wochen zeitweise über sieben Euro lag, zeigt die Preiskurve inzwischen wieder deutlich nach unten. Aktuell kostet eine Berechtigung zur Emission einer Tonne CO2 noch 6,14 Euro. Am Spotmarkt für Grundlaststrom gehen die Preise für die verschiedenen Strommärkte auseinander. Während französischer Strom im day-ahead-Handel etwas nachlässt und bei knapp 3,6 Cent je Kilowattstunde (kWh) notiert, ist der Preis für deutschen Strom leicht angestiegen. So sind aktuell etwa 3,2 Cent je kWh zu zahlen. Trotzdem ist der deutsche Strom gute 13 Prozent günstiger als der französische.

Auf den Rohölmärkten fallen die Preise leicht. Die US-Sorte WTI notiert aktuell bei etwa 98,30 US-Dollar je Barrel (-0,3 Prozent), die Nordseesorte Brent fällt deutlicher im Preis auf etwa 107,60 US-Dollar (-0,6 Prozent). Heizöl notiert aktuell bei einem Preis von 79,6 Cent je Liter (inkl. MWST, bei Abnahmen von 3.000 Litern). An den deutschen Tankstellen blieben am Sonntag die Preise im Vergleich zur Vorwoche weitestgehend stabil. Diesel kam auf einen Preis von 1,36 Euro je Liter, Super (E 10) hat sich etwas verteuert und kostete im Schnitt 1,48 Euro je Liter.

Viel regenerativer Strom durch Wind und Sonne

Zur Mittagszeit produzieren die Windenergie- und Solaranlagen in Deutschland durch eine günstige Wetterlage ordentlich Strom. Während die Solaranlagen rund 9.400 Megawatt (MW) bereitstellen, kommt die Windkraft sogar auf rund 18.400 MW. Zusammen liefern die beiden Erneuerbaren also 27.800 MW und sorgen so dafür, dass zur Mittagsspitze keine zusätzlichen konventionellen Kraftwerke ans Netz gehen müssen. Es werden Atom-, Gas- und Kohlekraftwerke mit lediglich 40.600 MW benötigt. Ohne Wind und Sonne wären es 68.400 MW.

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