24.01.2014, 15:16 Uhr

Siemens: Erstes Offshore-Windprojekt in den USA auf der Zielgeraden?

Boston, USA – Die Betreiber des geplanten Windparks Cape Wind haben sich erfolgreich gegen Offshore-Gegner durchgesetzt. Das US-Berufungsgericht hat deren Anträge abgewiesen und damit die Genehmigung durch die Bundesluftfahrbehörde (FAA) bestätigt.

Diese Entscheidung dürfte auch bei Siemens Energy begrüßt werden. Das Unternehmen wird die Turbinen für das erste kommerzielle Offshore-Windkraftwerk in den USA liefern. Ebenso ist die Lieferung der Serviceplattform sowie ein langfristiger Servicevertrag Bestandteil des Auftrags.

Kohlemilliardär scheitert mit vor Gericht

Der Projektentwickler gab jetzt bekannt, dass dem Bau des Windparks nun nichts mehr im Wege steht. Demnach wurde jedes Argument der Gegner entkräftet. „Die ‚Alliance to Protect Nantucket Sount‘, die Stadt Barnstable und deren finanzieller Unterstützer – Kohlemilliardär Bill Koch – sind erneut mit ihrer Kampagne gescheitert, über den Gerichtsweg die Finanzierung von Cape Wind zu verzögern“, sagte Mark Rodgers, Sprecher bei Cape Wind. Die Entscheidung des Gerichts bringe die USA dem Ziel ein Stück näher, eine eigene Offshore-Industrie aufzubauen. Zuvor hätten die Gegner bereits zwölf Verfahren verloren.

Knapp 500 MW-Offshore-Leistung gehen 2016 in Betrieb

Der Windpark soll nach Fertigstellung über eine Gesamtleistung von 468 Megawatt (MW) verfügen. Installation und Inbetriebnahme sind für 2016 geplant. Cape Wind ist das erste kommerzielle Offshore-Windpark-Projekt in den USA. 77,5 Prozent der geplanten Energieproduktion sind im Rahmen von langfristigen PPA bereits an National Grid und NSTAR, zwei der größten Energieversorger Massachusetts‘ vergeben. Die Zukunftsaussichten für die Offshore-Industrie in den USA sind derweil rosig: Nach einer Studie des US-Energieministeriums wird in den nächsten fünf Jahren mit einem Anstieg der Offshore-Windenergieleistung auf 3.500 MW gerechnet.

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