04.10.2013, 16:07 Uhr

Steag fährt thermisches Solarkraftwerk Arenales an

Essen/Arenales, Spanien – Der deutsche Energieproduzent Steag nimmt das thermische Solarkraftwerk im spanischen Arenales schrittweise in Betrieb: Den ersten Strom lieferte die Anlage mit einer geplantem Kapazität von 50 Megawatt bereits zu Beginn dieser Woche, wie das Essener Unternehmen am Freitag mitteilte.

Schrittweise soll nun die Leistung des Kraftwerks bis zur kommerziellen Inbetriebnahme Ende 2013 auf 50 Megawatt gesteigert werden. Diese Menge reicht aus, um rund 40.000 spanische Haushalte mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen. Die Anlage wird nach Steag-Angaben insgesamt mehr als 140 Gigawattstunden Strom im Jahr produzieren.

Das Solarfeld des CSP-Kraftwerks (Concentrated Solar Power) wird auf einem rund 295 Hektar großen Grundstück errichtet. Das Spiegelfeld hat eine Größe von 510.000 Quadratmetern und besteht aus insgesamt 156 Reihen von Parabolspiegeln, die dem Lauf der Sonne nachgeführt werden. „Im Vergleich zu der in Deutschland überwiegend eingesetzten Photovoltaik kann die bei Arenales angewendete CSP-Technik in dieser Region eine wesentlich höhere Sonneneinstrahlung nutzen und damit höhere Erträge erwirtschaften“, erläutert Dr. Peter Weiß, Kraftwerksgruppenleiter Ausland bei Steag.

Salzspeicher produzieren auch nachts Strom

„Eine technische Besonderheit ist die Ausstattung des CSP-Kraftwerks Arenales mit einem thermischen Salzspeicher. Das flüssige Salz kann die tagsüber eingestrahlte Sonnenenergie durch einen komplexen Prozess speichern“, betont Weiß. „Diese Speichertechnik ermöglicht es, das Kraftwerk auch nach Sonnenuntergang für zusätzliche sieben Stunden in Volllast zu betreiben, so dass auch in der Nacht Strom produziert werden kann.“

Steag übernahm Ende 2012 übernahm über eine Tochtergesellschaft 26 Prozent der Anteile an der Projektgesellschaft Arenales Solar, an der als weitere Mitgesellschafter die zur Deutschen Bank-Gruppe gehörende Deutsche Alternative Asset Management (UK) Limited (49 Prozent) und der spanische Dienstleister OHLI (25 Prozent) beteiligt sind. Über den Erwerb der Anteile am Solarkraftwerk hinaus konnte Steag auch einen vollumfänglichen und langfristigen Betriebsführungsvertrag unterzeichnen.

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