11.11.2010, 12:13 Uhr

TU Chemnitz präsentiert Simulations-Software zur Lastberechnung an Windrädern

Chemnitz - Das Institut für Mechatronik (IfM) an der TU Chemnitz hat eine spezielle Software für Lastberechnungen an Windkraftanlagen entwickelt. Eine spezielle Weiterentwicklung der Simulations-Software alaska, nämlich alaska/Wind, wird das IfM am 17. und 18. November 2010 auf der Deutschen Windenergie Konferenz dewek in Bremen präsentieren.

Die Chemnitzer Mechatroniker entwickelten Methoden, mit denen die Belastung von Windkraftanlagen berechnet werden kann. In verschiedenen Szenarien werden rund 2.500 mögliche Fälle berechnet, für die die Hersteller mit Hilfe von alaska/Wind die Lasten berechnen, die auf die Anlage wirken. Die Schwierigkeit bestehe dabei vor allem darin, dass extrem große Datenmengen verarbeitet werden müssen, so die Experten des IfM.

Entwickler von Windkraftanlagen könnten durch Nutzung der Software die Lebensdauer der Anlage vorhersagen, meint Heiko Freudenberg, der am IfM die technischen Anwendungen von alaska betreut. Nur wenn im Ergebnis der Analyse mehr als 20 Jahre herauskämen, werde für die Anlage ein Zertifikat erteilt. Eine nicht zertifizierte Windkraftanlage werde auch nicht versichert und lasse sich deshalb nicht verkaufen, so IfM-Mitarbeiter Matthias Taubert, der die wirtschaftliche Bedeutung der Simulationssoftware alaska/Wind verdeutlicht.

Partner des IfM bei der Entwicklung von alaska/Wind ist die Nordex Energy GmbH, Anlagenhersteller aus Norderstedt. Die neueste Version der Lastsimulationssoftware alaska/Wind nutzt z.B. auch das in Lübeck angesiedelte Ingenieurbüro CATUM Engineering GmbH bei der Entwicklung von Neuanlagen. Weitere Kunden des modifizierten Softwareproduktes kommen auch aus der Zuliefererindustrie.

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Die SDLWindV in der Praxis


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