TÜV SÜD zur Prüfung der Netzverträglichkeit zugelassen
München – Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) hat die TÜV SÜD-Zertifizierungsstelle zur Prüfung der Netzverträglichkeit von Energieerzeugungsanlagen zugelassen. Der TÜV SÜD wurde außerdem bei der Fördergemeinschaft Wind und andere Erneuerbare Energien e.V. (FGW) als Zertifizierungsstelle empfohlen. Im Zuge der Energiewende und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien steigt die Anzahl der dezentralen Energieerzeuger. Der Anschluss an das Stromnetz erfordert einen Nachweis zur Netzverträglichkeit. Die Voraussetzungen für den Anschluss an das deutsche Stromnetz sind anlagen- und typenspezifische Zertifikate. Geprüft werden Grundanforderungen wie Kurzschlussfestigkeit, Dauerstrombelastbarkeit und die Regelung der Wirk- und Blindleistung. Außerdem soll das angemessene Verhalten des Stromerzeugers im Netzfehlerfall sichergestellt werden. Die Zertifizierung für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz erfolgt auf Basis der BDEW-Richtlinie und für das Hoch- und Höchstspannungsnetz auf Basis des TransmissionCode 2007.
Netzstabilität als Grundpfeiler der Versorgungssicherheit
"Weil auf Basis des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) immer mehr Stromerzeuger in das Netz integriert werden, wird sich die Aufmerksamkeit künftig noch stärker auf die Netzstabilität als Grundpfeiler der Versorgungssicherheit richten. Neue Anlagen müssen aktiv dazu beitragen, die Spannung und Frequenz im Netz stabil zu halten. Wenn Einspeiseleistung ausfällt, muss die Entkopplung der Anlagen übergeordnet geregelt werden, damit es zu keiner sich ausbreitenden Netzstörung kommt", erklärt Dieter Rosenwirth, Zertifizierungsexperte bei TÜV SÜD Industrie Service.
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