15.11.2013, 15:13 Uhr

Umweltminister der Länder machen Druck für EEG-Anpassung

Erfurt - Die Umweltminister der Bundesländer haben sich auf ihrer Konferenz in Erfurt für eine Anpassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ausgesprochen, um Fehlentwicklungen auf dem Energiemarkt zu korrigieren.

„Wir stehen hinter der Energiewende und erkennen ihre Bedeutung für Klima, unseren Lebensraum und unseren Wirtschaftsstandort. Gerade deshalb sind einige Korrekturen notwendig, um eine sichere und effiziente Energieversorgung zu gewährleisten“, sagte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz nach der Konferenz. Im Jahr 2013 übernimmt Thüringen den Vorsitz bei der Umweltministerkonferenz. Was die Landesminister von den aktuellen Vorschlägen der großen Koalition zur Reform der Energiewende sagen, wurde nicht mitgeteilt.

Energiewende muss besser koordiniert werden zwischen Ländern, Bund und EU

Vielmehr fordern die Ressortchefs generell eine bessere Koordination der Energiewende zwischen Bund und Ländern sowie auf europäischer Ebene. Außer dem EEG soll auch der Strommarkt neugestaltet werden, um die Versorgung und Bezahlbarkeit der Stromversorgung sicherzustellen. Die Umweltminister von Bund und Ländern halten auch an ihren Klimazielen fest. Auf der Weltklimakonferenz in Warschau wird sich Deutschland für die Begrenzung der Erderwärmung um maximal 2°C einsetzen. „Wir besitzen die technische Kompetenz, um die Emission von Treibhausgasen wirksam zu reduzieren. Deshalb sollte Deutschland den Welt-Klima-Prozess engagiert vorantreiben und andere Nationen beim Klimaschutz sowie der Klimaanpassung unterstützen“, sagte Minister Reinholz.


© IWR, 2013