27.03.2008, 14:37 Uhr

WAB: Offshore-Wind in Deutschland – Die Realisierung hat begonnen

Bremerhaven (iwr-pressedienst) - Die Umsetzung der Offshore-Windenergie in Deutschland läuft auf Hochtouren: Für den Bau des ersten deutschen Offshore-Windparks „Baltic I“ in der Ostsee hat die wpd think energy GmbH & Co. KG (wpd) mit Ballast Nedam und A2SEA zwei Offshore-Spezialisten beauftragt. Die Ed. Züblin AG (Züblin) begann im März 2008 mit dem Bau der Offshore-Forschungsplattform „FINO3“ in Cuxhaven. Die beiden Mitglieder der Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB) informieren während der Konferenz „WINDSTÄRKE08 – KURS OFFSHORE“ vom 30. Juni bis zum 2. Juli 2008 in Bremerhaven über ihre Aktivitäten und aktuellen Projektentwicklungen. Schirmherr der Konferenz ist Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.
Achim Berge, wpd Offshore-Geschäftsführer, erläutert die Wahl der Vertragspartner: „Unsere Wahl für „Baltic I“ fiel auf zwei Unternehmen mit viel Offshore-Erfahrung. Nach Reservierung der zeitkritischen Komponenten können wir uns nun auf die Einzelheiten des Bauplans konzentrieren.“ Das niederländische Unternehmen Ballast Nedam ist für das Design, die Lieferung und die Installation der Monopile-Gründungsstrukturen für die 21 Offshore-Windenergieanlagen des Typs Nordex N90 mit je 2,5 Megawatt Leistung verantwortlich. Die Installation der Monopiles (Stahlrohre) mit dem Schwimmkran „Svanen“ beginnt im Januar 2009 und A2SEA A/S installiert ab Juli 2009 die 21 Offshore-Windenergieanlagen.
Die Gründung der FINO3-Forschungsplattform auf einem Monopile in einer Wassertiefe von 22 Metern beginnt Mitte des Jahres 2008. Etwa 80 Kilometer nordwestlich von Sylt sammelt die Plattform künftig mit einer Höhe von 120 Meter über dem Meeresspiegel wissenschaftliche Daten für die Offshore-Windenergie. „Mit FINO3 bauen wir auf unsere Erfahrungen mit der erfolgreichen Realisierung der Offshore-Messplattform „Arkona Becken Südost“ in der Ostsee auf. Als weiteres Offshore-Projekt unterstreicht es unsere Ambitionen, den Ausbau der Offshore-Windenergie mit zu gestalten,“ betont Dr. Klaus Weber, Leiter des Geschäftsbereiches Offshore-Wind bei Züblin. Der Monopile hat eine Länge von etwa 55 Meter mit einem Durchmesser von zirka 4,75 Meter und ein Gewicht von etwa 300 Tonnen. Bauherr ist das Forschungs- und Entwicklungszentrum FH Kiel GmbH. Züblin setzt als Generalunternehmer mit den Partnern Erndtebrücker Eisenwerk GmbH & Co. KG, Menck GmbH, Turmbau Nölle GmbH und THALES Instruments GmbH das Projekt um.
Etwa 45 Prozent der Projektkosten übernimmt das Bundesministerium für Umwelt Naturschutz und Reaktorsicherheit und zirka 55 Prozent trägt das Land Schleswig-Holstein mit Unterstützung der EU. Es ist die dritte Forschungsplattform die mit Mitteln des Bundesumweltministeriums auf hoher See installiert und gefördert wird.
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Quelle: iwrpressedienst/27.03.08/