28.10.2014, 08:28 Uhr

Windenergie wächst: SKF baut neues Werk in Brasilien

Göteborg / Schweinfurt – Der schwedische Technologieanbieter SKF baut ein neues Fertigungswerk in Cajamar in Brasilien. Der schnell wachsende Markt für Windenergieanlagen hat den Konzern zu dieser Investition veranlasst.

SKF investiert in das Werk 24 Millionen Euro, wodurch auf 6.600 Quadratmeter 150 Arbeitsplätze geschaffen werden sollen. In der neuen Fabrik wird SKF Kaydon Drehverbindungen für brasilianische Windenergieanlagen herstellen. Über diese Verbindungen werden die Rotorblätter in die entsprechende Position gegen den Wind gedreht.

Beispiel für den weltweiten Ausbau des BeyondZero-Portfolios

Die neue Fabrik wird ihren Betrieb in der zweiten Jahreshälfte 2015 aufnehmen. Der SKF-Konzernchef und CEO Tom Johnstone betonte: "Kaydons Marktführerschaft bei erneuerbaren Energien in Nordamerika, die globale Präsenz von SKF und die neue Fabrik in Brasilien schaffen optimale Voraussetzungen für ein starkes Produkt- und Serviceangebot." Die Kaydon Corporation ist seit Mitte Oktober 2013 Teil von SKF. Das neue Werk sei ein großartiges Beispiel für den zielstrebigen weltweiten Ausbau des sogenannten "BeyondZero-Portfolios" von SKF. Mit den Lösungen aus diesem Portfolio könnten Kunden ihre Umweltbilanz verbessern, so Johnstone.

Werk soll Windenergie-Ausbau in Brasilien unterstützen

Brasilien ist gezwungen, seine Energieversorgung aufgrund des starken Wirtschaftswachstums, anzupasen. Das System setzt derzeit zu etwa 70 Prozent auf große Wasserkraftwerken und soll nach dem Willen der brasilianischen Regierung immer mehr auf Windkraftanlagen und anderen regenerativen Energiequellen umgestellt werden. Im ersten Halbjahr 2014 gingen neue Kraftwerkskapazitäten mit einem Volumen von insgesamt 4.200 MW ans Netz. Hierbei betrug alleine die Leistung der neuen Windenergieanlagen knapp 1.700 MW. Aufgrund des konstant wehenden Windes in Brasilien erreichen die Windkraftgeneratoren eine sehr gute Ausbeute. Aus diesem Grund werden in Brasilien immer mehr Windenergieanlagen installiert. Es handelt sich dort pro Jahr um Generatoren mit einer Gesamtkapazität von rund 2.000 bis 3.000 MW, schätzt SKF.

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