24.09.2018 17:07 Uhr

Braunkohle

Braunkohle:Naturstrom unterstützt BUND-Klage zum Erhalt des Hambacher Waldes

Düsseldorf - Seit knapp zwei Wochen räumt ein Großaufgebot der Polizei die Baumhäuser im Hambacher Forst – während in Berlin die Kohlekommission über einen verlässlichen Kohleausstieg verhandelt. Die Räumungsarbeiten zum jetzigen Zeitpunkt konterkarieren aus Sicht der Naturstrom AG die Arbeit der Kommission und die Bemühungen aus Teilen der Politik, aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft für eine schnelle Energiewende und einen wirksamen Klimaschutz. Deswegen unterstützt der Öko-Energieversorger finanziell die rechtlichen Schritte des BUND NRW, mit denen eine Rodung des Hambacher Waldes noch verhindert werden soll.

Fer BUND setzt sich u.a. gegen die bergrechtliche Genehmigung des Tagebaus Hambach ein. „Entscheidend dabei ist, dass die Restflächen des Hambacher Waldes zwingend als FFH-Gebiet für das europäische Natura 2000-Schutzgebietsnetz hätten gemeldet werden müssen“, erläutert Dr. Thomas Krämerkämper, Vorstand im BUND NRW e.V. Die NRW-Landesregierung hatte dies unterlassen. Der BUND sieht hinter dieser Entscheidung vor allem die Motivation, die Fortführung des Tagebaus nicht zu gefährden. „Solche wirtschaftlichen Gründe dürfen bei der Auswahl der Gebiete jedoch keine Rollen spielen“, betont Krämerkämper. Das Verfahren liegt derzeit beim Oberverwaltungsgericht in Münster. Es ist zu erwarten, dass die unterlegene Partei in Revision beim Bundesverwaltungsgericht gehen wird, weswegen mit einem Urteil in letzter Instanz nicht vor 2020 zu rechnen ist.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2018

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Braunkohle, BUND, Klage Hambaber Forst