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11.11.2021, 18:00 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Delegationen aus Südamerika informieren sich bei Enertrag über Energiewende und grünen Wasserstoff

Dauerthal - Im Zuge der sich verschärfenden Klimaproblematik gewinnen Erneuerbarer Energien und der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft national und international schnell an Dynamik. Delegationen aus Kolumbien und Uruguay haben sich beim Besuch von Enertrag auch über die Potenziale von grünem Wasserstoff und mögliche Kooperationen ausgetauscht.

Der regenerative Energiedienstleister und Spezialist für grünen Wasserstoff Enertrag hat in den letzten Tagen hochrangigen Besuch von Regierungsvertretern aus Kolumbien und Uruguay erhalten und dabei auch das Verbundkraftwerk Uckermark vorgestellt. Im Fokus des Austauschs mit den Vertretern der beiden südamerikanischen Länder standen die Themen Energiewende, erneuerbare Energien und grüner Wasserstoff sowie mögliche Kooperationsansätze, u.a. auch im Bereich grüner Wasserstoff.

Enertrag gibt Einblicke in Verbundkraftwerk Uckermark und Produktion von grünem Wasserstoff
Enertrag bündelt in dem Verbundkraftwerk Uckermark mehr als 600 Megawatt erneuerbare Erzeugungskapazität und produziert dort sowohl Strom als auch grünen Wasserstoff. Das Ausbauziel des Verbundkraftwerks umfasst eine planbare Leistung im Gigawattbereich. National und international befinden sich mehr als 700 MW an Power-to-X-Projekten, die von Enertrag entwickelt werden, in der Pipeline. Besonders in der Planung von Wasserstoff-Großprojekten gilt Enertrag als führend.

Im Hybridkraftwerk zeigte der Enertrag-Vorstandsvorsitzende Jörg Müller wie erneuerbare Energien (EE) schon heute alle wichtigen Systemfunktionen erfüllen. Unter anderem stellen sie an dem Standort die Netzstabilität sicher und minimieren durch die Produktion und Speicherung von grünem Wasserstoff Schwankungen im Stromnetz. In der Leitwarte wurde beim Besuch der südamerikanischen Delegationen zudem demonstriert, wie Enertrag die weltweit über 1.000 Windenergieanlagen sowie weitere Systemkomponenten wie Batteriespeicher und das Hybridkraftwerk rund um die Uhr analysiert und überwacht.

Kolumbien mit großen Potenzialen bei EE-Ausbau und grünem Wasserstoff
Thema beim Besuch der kolumbianischen Delegation war darüber hinaus auch die Umwandlung des ehemaligen deutschen Kohlereviers Lausitz in eine Region für die Erzeugung von erneuerbaren Energien und Wasserstoff. Ähnliche Ansätze verfolgt Enertrag auch in Südafrika. Diskutiert wurden Parallelen, Synergien und praktische Ansätze zwischen Deutschland und Kolumbien zum Kohleausstieg.

Auch in Kolumbien wird derzeit der Ausbau der erneuerbaren Energien forciert. Kolumbinen will seine Treibhausgasemissionen bis 2030 halbieren und 2050 CO2-neutral sein. Aufgrund der hervorragenden Rahmenbedingungen sieht Enertrag in dem südamerikanischen Land ein großes Potenzial für erneuerbare Energien und die Produktion von Wasserstoff. Auch die stabilen politischen und vorteilhaften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen Kolumbien für langfristige Partnerschaften und Investitionen sehr interessant, so Enertrag.

Aufbau einer Wasserstoffwirtschat und Wasserstoffexport in Uruguay auf der Agenda
Beim Besuch der Delegation aus Uruguay waren auch die H2Global-Stiftung, deren Gründungsmitglied Enertrag ist, und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten ein wichtiges Gesprächsthema. Ziel der H2Global-Initiative der Bundesregierung ist es, ein effizientes Förderprogramm für einen schnellen Markthochlauf und Import von Produkten auf Basis von grünem Wasserstoff nach Deutschland zu schaffen.

Uruguay hat sich innerhalb kürzester Zeit unabhängig von fossilen Brennstoffen und Stromimporten gemacht. Dies ist zum auf einen hohen Anteil an Wasserkraft, zum anderen aber auch auf den raschen Ausbau der Windenergie zurückzuführen, die bereits etwa 40 Prozent am Strommix ausmacht und zu einer erheblichen Senkung der Stromerzeugungskosten beigetragen hat. Um die Windenergie weiter zu ergänzen, sollen in den nächsten Jahren zudem die Photovoltaik-Kapazitäten ausgebaut werden.

Das Land ist derzeit Nettoexporteur von Strom und rechnet in den kommenden Jahren mit weiteren Überschüssen. Kürzlich kündigte der für Energie zuständige Minister Omar Paganini an, dass Uruguay eine eigene Wasserstoffstrategie entwickeln und sich für die Produktion und den Export von grünem Wasserstoff einsetzen will.

„Wir freuen uns sehr, Enertrag und seine Systeme für erneuerbare Energien kennenzulernen, insbesondere die Rolle, die diese Art von Unternehmen bei der Förderung von grünem Wasserstoff in Uruguay spielen könnte. Die Kombination von privaten Investitionen und öffentlichen Förderprogrammen wird notwendig sein, um unsere zweite Energiewende zu erreichen", so Energieminister Paganini beim Delegationsbesuch.


Quelle: IWR Online
© IWR, 2021


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