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29.03.2022, 16:53 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Nordex Geschäftszahlen 2021: Umsatz klettert - Verluste gestiegen - Ausblick positiv

Hamburg - Die Nordex Group hat ihren Jahresabschluss vorgelegt und die vorläufigen Ergebnisse bestätigt. Für 2022 geht der Vorstand weiter von einem schwierigen Marktumfeld aus, beim Umsatz und der operativen Marge will Nordex 2022 das Niveau von 2021 erreichen oder verbessern. Die Aktie klettert bis zum Mittag.

Nordex hat heute (29.03.2022) die Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 veröffentlicht. Der Windturbinen-Hersteller sieht sich in seinem Wachstumskurs bestätigt, der trotz Inflationsdruck und Unterbrechungen der globalen Lieferketten fortgeführt werden konnte. Insgesamt hat Nordex die Installationen um 20 Prozent gesteigert und einen Konzernumsatz von 5,4 Mrd. Euro erzielt. Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2022 rechnet Nordex mindestens mit einer Beibehaltung des Umsatzniveaus und des operativen Ergebnisses.

Nordex erfüllt angepasste Prognose 2021
Die Nordex Group hat in ihrem Jahresabschluss 2021 die am 9. März 2022 veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse bestätigt. Der Konzernumsatz ist kräftig um 17 Prozent auf 5,4 Mrd. Euro (2020: 4,7 Mrd. Euro) gestiegen. Dabei konnte das Segment Projekte seinen Umsatz um 18,2 Prozent auf 4,987 Mrd. Euro steigern (2020: 4,217 Mrd. Euro), das Segment Service um 6,9 Prozent auf 468 Mio. Euro (2020: 438 Mio. Euro). Der Serviceanteil betrug somit 8,6 Prozent vom Gesamtumsatz.

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibung (EBITDA) von 52,7 Mio. Euro wurde durch hohe Kosten für Rohstoffe und vor allem Seefrachten belastet, während das Vorjahr vom Verkauf des europäischen Projektentwicklungsgeschäfts positiv beeinflusst war (2020: 94 Mio. Euro). Die EBITDA-Marge lag mit 1,0 Prozent auf dem erwarteten Niveau, jedoch unter dem Vorjahreswert (2020: 2,0 Prozent). Aufgrund der vor allem zum Jahresende hin explosionsartig gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Transportdienstleistungen konnte die ursprünglich geplante Margenverbesserung 2021 nicht realisiert werden, so Nordex. Insgesamt weist Nordex einen Verlust von 230,2 Mio. Euro aus (2020: - 129,7 Mio. Euro).

Zum Bilanzstichtag 2021 belief sich die Eigenkapitalquote im Konzern auf 25,9 Prozent (31. Dezember 2020: 17,5 Prozent). Die deutliche Verbesserung ist im Wesentlichen auf die Kapitalerhöhung im Juli 2021 und die Rückzahlung von Fremdkapital zurückzuführen. Die Liquidität der Nordex Group ist zum Jahresende 2021 leicht auf 784,4 Mio. Euro gestiegen (31. Dezember 2020: 778,4 Mio. Euro).

Installationen und Service weiter angestiegen, Auftragsbücher gefüllt
Im Jahr 2021 hat Nordex die Installationen deutlich erhöht, obwohl es infolge der Covid-19-Pandemie immer wieder zu temporären Störungen in der Projektabwicklung kam. Insgesamt installierte Nordex 1.619 Windenergieanlagen in 22 Ländern (2020: 1.533 in 24 Ländern) mit einer Gesamtleistung von 6,7 GW (2020: 5,5 GW). Weltweit hatte Nordex zum Ende des Berichtsjahres 9.765 Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 27 GW unter Service, meist im Rahmen langjähriger Verträge. Der Auftragsbestand im Segment Service ist um 7,7 Prozent auf 3,0 Mrd. Euro gestiegen. Das Segment Projekte konnte den Auftragsbestand deutlich auf 6,2 Mrd. Euro erhöhen.

Prognose für 2022 und Mittelfristziel
Für das laufende Jahr rechnet Nordex mit einem Konzernumsatz von 5,4 bis 6,0 Mrd. Euro. Die EBITDA-Marge wird in einer Bandbreite von 1,0 bis 3,5 Prozent erwartet. Wesentlich für die angestrebte Margenverbesserung sind die Weitergabe von Kostensteigerungen und der weiter steigende Anteil an Projekten der Delta4000-Plattform sowie ein stabiles Makroumfeld. Der Vorstand der Nordex Group rechnet mit einem weiterhin schwierigen Marktumfeld und einer angespannten Kostensituation, vor allem als Folge des Kriegs in der Ukraine. Insgesamt sieht der Vorstand Nordex auf einem guten Weg und bestätigt die strategische Zielsetzung, mittelfristig eine EBITDA-Marge von 8 Prozent zu erreichen.

Aktienkurs klettert bis zum Mittag
An der Börse kommen die Zahlen von Nordex sowie der Ausblick zunächst gut an. Analysten von Jefferies behalten die Einstufung für Nordex nach Veröffentlichung der Zahlen auf „Buy“ mit einem Kursziel von 20 Euro bei. Die Aktie klettert bis zum Mittag auf ein Tageshoch von 15,17 Euro, gibt am Nachmittag aber wieder nach. Aktuell notiert die Aktie mit einem Plus von 2,92 Prozent bei 14,47 Euro (29.03.2022, 15:54 Uhr, Börse Stuttgart). Gegenüber dem Kurs zu Jahresanfang steht Nordex damit aktuell bei einem Kursplus von knapp 4 Prozent.


Quelle: IWR Online
© IWR, 2022


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