IWR-Start | News | Windenergie | Offshore Windenergie | Solarbranche | Bioenergie | Energiejobs | Intern.

Top 50 Firmen | RENIXX World | Politik | Termine | Messen | Newsletter | | |
 
19.01.2015, 11:54 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Deutschland sorgt in Südafrika für „grüne“ Ausbildung

Bonn – Nicht nur in Deutschland unterstützt die Bundesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien. Mit einem neuen Förderprogramm sollen jetzt auch grüne Jobs am Kap der guten Hoffnung geschaffen werden um so auch in Afrika die Energiewende voran zu treiben.

Das Programm „Skills for Green Jobs“ der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) fördert die Einführung von grünen Ausbildungen sowie von Bildungsangeboten mit Schwerpunkt erneuerbare Energien und Energieeffizienz an staatlichen Berufsschulen. Dadurch soll auch die Abhängigkeit von Kohle verringert werden.

Die Kohle dominiert
Im südafrikanischen Energiesektor dominieren Großkraftwerke. 90 Prozent der Elektrizität und etwa 70 Prozent der Primärenergie, also der gesamten erzeugten Energieleistung, werden immer noch aus Kohle generiert. Die Elektrizitätserzeugung liegt im Wesentlichen in der Hand des staatlichen Energieunternehmens Eskom, das neben Südafrika noch weitere Länder im südlichen Afrika beliefert. Es ist der größte Elektrizitätserzeuger in Afrika und der siebtgrößte weltweit. Nach dem Ende der Apartheid haben sich jedoch die Bedingungen vor Ort drastisch verändert. Wo vorher noch Überkapazitäten produziert wurden herrschen jetzt Engpässe.

300.000 Jobs in der „Green Economy“ schaffen
Auf nationaler Ebene wird es nun vorangetrieben, die Energiesparte zu diversifizieren und Energie nachhaltiger zu erzeugen. In einem Abkommen zu nachhaltiger Wirtschaft („Green Economy Accord“) und im nationalen Entwicklungsplan vereinbarte die Regierung Südafrikas, dem Klimawandel entgegen zu wirken, erneuerbare Energien zu fördern und dabei bis 2020 in der „Green Economy“ 300.000 Jobs zu schaffen. Geplant ist darüber hinaus, die Abhängigkeit von Kohle bis 2030 auf 65 Prozent zu reduzieren, während der Anteil erneuerbarer Energien von weniger als einem Prozent auf neun Prozent steigen soll. Die GIZ will nun dabei helfen diese Ziele umzusetzen.

Fortbildungsreihen für Lehrkräfte
Das Projekt „Skills for Green Jobs“, das die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchführt, setzt hierbei auf mehreren Ebenen an. Auf nationaler Ebene unterstützt das Projekt die Einbindung von erneuerbaren Energien und „Green Skills“ in die Entwicklung von Qualifikationen. Hierfür arbeitet die GIZ mit dem Bildungsministerium sowie anderen staatlichen Institutionen im Bildungsbereich zusammen. Auf lokaler Ebene fördert das Projekt staatliche, berufsbildende Schulen und befähigt sie dazu, Kurse zum Thema erneuerbare Energien anzubieten. Für Lehrkräfte von Berufsschulen aus verschiedenen Provinzen läuft dazu eine Fortbildungsreihe zu Photovoltaik, Solarthermie und Windenergie. In Port Elizabeth in der Provinz Eastern Cape sind zwei Entwicklungshelfer direkt an den beiden lokalen Berufsschulen im Einsatz.

Auch das Umweltbewusstsein fördern
Die Herausforderungen für sie liegen unter anderem darin, Kurse zu akkreditieren, Lehrwerkstätten aufzubauen und die neuen Kurse einzuführen. Das GIZ-Programm unterstützt die Berufsschulen außerdem dabei, das Umweltbewusstsein zu fördern und sorgsam mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen, also selbst „grüner“ zu werden. Nach etwas mehr als zwei Jahren Projektdauer werden ab 2015 entsprechend eines neu entwickelten Fachs im Rahmen der Elektrotechnikausbildung an sechs berufsbildenden Schulen Kurse zum Thema erneuerbare Energien eingerichtet. Kurse für Energieauditoren liefen bereits. Zwei Schulen planen Zentren für erneuerbare Energien und arbeiten an der Einführung von weiteren Kurzkursen. „Nicht nur die fortgebildeten Lehrer, sondern auch das Management und alle anderen Beteiligten haben inzwischen sehr viel über Energieeffizienz und erneuerbare Energien gelernt, sich vernetzt und setzen sich nun engagiert für eine energieeffizientere Zukunft in Südafrika ein“, so das GIZ.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2015

Weitere News und Informationen zum Thema:
juwi baut größtes Solarkraftwerk der Firmengeschichte
Deutschland unterstützt Südafrika bei Energie und Klimaschutz
Jobs in der Energiewirtschaft
Zu den Forschungs-Studien des IWR







Meldung drucken | E-Mail: Artikel empfehlen
 

IWR-Newsticker Erneuerbare Energien:
Anzeige


Firma   -im Profil-



Produkte   -Anzeige-
31.08.2016 - wpd tritt in den US-Windmarkt ein
31.08.2016 - Elektroautos tanken Solarstrom
31.08.2016 - RENIXX und DAX leichter – Vestas vorn, Albioma und EDP Renovaveis folgen – Innergex Renewable, SMA und Brookfield am Indexende – Commerzbank und Deutsche Börse nach Fusionsgerüchten im Plus
31.08.2016 - Trianel deckt Grundlast mit Gaskraftwerk - was RWE und E.ON sagen
31.08.2016 - Naturstrom setzt Mieterprojekt mit Solarstrom um
31.08.2016 - Wie Analysten die Vestas-Aktie einschätzen
31.08.2016 - Elektrotechnik-Verband baut erneuerbaren Energiesektor aus
31.08.2016 - RENIXX-Check: leichter – Windenergie aus Fernost schwach: China Highspeed und Xinjiang Goldwind am Indexende – Suzlon, Sunpower und Gamesa gefragt
31.08.2016 - Westerwälder Holzpellets: BUMB fördert innovatives Holzprojekt
31.08.2016 - Weltec baut Biogasanlage in Kroatien
 
Solarenergie-News
31.08.2016 - Elektroautos tanken Solarstrom
31.08.2016 - Naturstrom setzt Mieterprojekt mit Solarstrom um
31.08.2016 - Elektrotechnik-Verband baut erneuerbaren Energiesektor aus
30.08.2016 - Gabriel einigt sich mit EU auf Industrie-Privilegien
30.08.2016 - GCL Poly will Sunedison-Töchter übernehmen
30.08.2016 - Kuba schiebt erneuerbare Energien an
 
Handwerker-News
03.08.2016 - Photovoltaik-Markt Deutschland bricht im ersten Halbjahr 2016 weiter ein
01.08.2016 - Energiewende im Heizungskeller: Bund startet neue Förderprogramme
27.07.2016 - Zu viele alte Heizungen - keine Wärmewende in Sicht
19.07.2016 - Deutsche Hilfe für energieeffiziente Eco-Cities in China
15.07.2016 - Report: Globaler Energiespeicher-Markt wird explodieren
08.07.2016 - Geothermie: Mehr Erdwärmeheizungen durch Marktanreizprogramm

 

Business- und Wirtschaftsthemen Erneuerbare Energien

  

Suche in IWR - Newsticker Original-Pressemitteilungen Produkte Firmenprofile



© IWR - Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien
Energie Business Verbund
Presse IWR-Pressedienst.de | Marketing Firmen | Stellen Energiejobs.de | Messen Energiekalender.de |
Energiethemen- und Branchenverbund
iwr.de |Windbranche.de | Offshore-Windenergie | ISolarbranche.de | Bioenergie-Branche |Solardachboerse.de |RenewablePress.com | RenewableEnergyIndustry | Windindustry | Offshore-Windindustry | Energiefirmen | Energiespeicher | Energieeffizienz

 
>> zurück
 
Home-IWREnglishWindenergieSolarenergieWasserkraftBioenergieGeoenergieEmail/Kontakt