26.01.2015, 14:33 Uhr

USA steigen in Offshore-Windenergie ein - riesiges Potenzial

Münster - Mit über 62.000 Megawatt Windkraftleistung rangiert die USA hinter China weltweit noch auf Rang zwei bei der Windenergie. Mit dem geplanten Einstieg der Amerikaner in die Offshore-Windenergie könnte sich das bald ändern. Die Potenziale sind gewaltig.

Die Windkraftnutzung in den USA erhält ein immer stärkeres Gewicht. Während die bisherigen Windenergie-Projekte vor allem an Land realisiert wurden, wird nun die Nutzung der Windenergie auf dem Meer forciert.

Windkraft auf dem Meer: Riesiges Offshore-Potential in den USA

Das National Renewable Energy Laboratory (NREL) der USA schätzt das Brutto-Offshore-Windenergiepotenzial vor den US-Küsten auf über 4.000 Gigawatt (GW) Leistung (= 4 Millionen Megawatt). Das ist das Vierfache der installierten US-Kraftwerksleistung (knapp über 1.000 GW). Wenn laut dem US-Bureua of Ocean Energy Management (BOEM) nur ein Bruchteil des Offshore-Potentials genutzt werden kann, sei das genug, um einen substanziellen Beitrag zur US-Stromerzeugung zu leisten.

Offshore-Auktion Massachusetts startet nächste Woche

Am 29.01.2015 wird die Projekt-Entwicklung für eine Meeresfläche zur Realisierung von Offshore-Windparks versteigert. Die 5 GW (= 5.000 Megawatt) Massachusetts Offshore Windenergie Fläche liegt vor den Inseln Nantucket und Martha's Vinyard. Die Aufteilung erfolgt in vier Clustern. Unter den Bewerbern, die sich qualifiziert haben, ist kein deutsches Unternehmen zu finden. Neben amerikanischen Offshore-Unternehmen haben sich aus Europa die Unternehmen EDF und Iberdrola qualifiziert.

Präsident Obamas "Climate Action Plan" beginnt zu wirken

Grundlage für den Ausbau der Offshore-Windenergie ist der "Climate Action Plan" aus dem Jahr 2013. Ziel von Obama ist es danach u.a., die erneuerbaren Energien auszubauen, eine Führungsrolle der USA auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien zu unterstützen und neue Jobs zu schaffen.

Quelle: IWR Online
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