IWR-Start | News | Windenergie | Offshore Windenergie | Solarbranche | Bioenergie | Energiejobs | Intern.

Top 50 Firmen | RENIXX World | Politik | Termine | Messen | Newsletter | | |
 
24.04.2015, 12:28 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

EEG-Umlagekonto mit Milliarden-Plus: Regierung will mehr Industrierabatte

Münster – Das Konto der Einnahmen und Ausgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) steht mit 4,8 Milliarden Euro im Plus und damit auf einem Rekordhoch. Doch statt einer Entlastung für Verbraucher sollen nun weitere Industriezweige durch eine Befreiung von der Zahlung der EEG-Umlage profitieren.

Die Begünstigung stromintensiver Industrieunternehmen nach dem EEG soll nach dem Willen der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD auf weitere Unternehmen ausgeweitet werden. Die Branchen der oberflächenveredelnden und wärmebehandelnden Unternehmen sowie die Hersteller von Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzteilen sollen so in Zukunft auch in den Anwendungsbereich der sogenannten "Besonderen Ausgleichsregelung" des EEG gelangen.

Industrierabatte nach EEG haben sich seit 2009 versiebenfacht
Wie die Fraktionen erklären, hätten "neue wissenschaftliche Untersuchungen" ergeben, dass diese Branchen die Kriterien der Europäischen Kommission für die Begünstigung erfüllen würden. Damit werden zwei weitere Industriezweige bei den Strompreisen begünstigt. Für das Jahr 2015 sind die EEG-Rabatte erstmals wieder leicht gesunken, nachdem sie zuvor viele Jahre in Folge immer weiter ausgeufert waren. Für 2015 belaufen sie sich auf "nur" noch 4,8 Milliarden Euro (2014: 5,1 Mrd. Euro). Allerdings liegt das vor allem an der Senkung der EEG-Umlage pro Kilowattstunde (kWh), die für das Jahr 2015 auf 6,17 Cent/kWh (2014: 6,24 Cent/kWh) zurückgegangen war, heißt es laut tagesschau.de. Die Zahl der befreiten Unternehmen bzw. Unternehmensteile ist unterdessen auch im Jahr 2015 auf insgesamt 2.154 (2014: 2.098) und die Zahl der Abnahmestellen auf insgesamt 2.834 (2014: 2.779) weiter angestiegen. 2009 waren es noch etwa 770 Abnahmestellen, die auf eine Rabattsumme von rund 700 Millionen Euro gekommen waren.

Debatte im Bundestag zum EEG: Mehr Industriebefreiung - gehen Verbraucher leer aus?
Gleichzeitig steuert das Plus im EEG-Konto auf die Marke von fünf Milliarden Euro zu. Der aktuelle Stand von 4,8 Mrd. Euro ist gegenüber dem Vormonat Februar um weitere 14 Prozent gewachsen (Stand Ende Feb. 2015: 4,2 Mrd. Euro). Bereits seit September 2014, als auf dem EEG-Konto noch ein Gesamt-Guthaben in Höhe von 1,4 Mrd. Euro zu Buche stand, wächst das Plus Monat für Monat weiter an. Doch die Verbraucher können - wenn überhaupt - frühestens mit einer Entlastung beim Strompreis zum 1. Januar 2016 rechnen. Ein hohes Plus auf dem EEG-Konto könnte zu einer weiteren Senkung der EEG-Umlage pro kWh führen. Doch das wird erst Mitte Oktober dieses Jahres von den Netzbetreibern und der Bundesnetzagentur berechnet und entschieden. Aufgrund der geplanten EEG-Gesetzessanpassung könnten dann auch die beiden zusätzlichen Industriezweige entlastet werden. Im Bundestag wird darüber am Freitagnachmittag (24.04.2015) in erster Lesung debattiert.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2015

Weitere News und Infos zum Thema:
EEG-Umlage: Industrie-Ausnahmen sinken auf 4,8 Milliarden Euro
Milliarden-Plus auf EEG-Konto weckt Begehrlichkeiten
Ökostrom: Milliarden-Überschüsse auf EEG-Konto schwellen weiter an
Infos zum EEG: Wie die EEG-Umlage wirklich funktioniert
Tagung: Aktuelle Probleme der besonderen Ausgleichsregelung







Meldung drucken | E-Mail: Artikel empfehlen
 

IWR-Newsticker Erneuerbare Energien:
Anzeige


Firma   -im Profil-



Produkte   -Anzeige-
26.08.2016 - Frankreich schreibt 3.000 MW Freiflächen-PV aus
26.08.2016 - Liefert Nordex Windenergie-Anlagen nach Chile?
26.08.2016 - RENIXX im Plus, DAX fällt – Nordex verhandelt in Chile, Xinjiang Goldwind und Yingli gefragt – Meyer Burger wieder Schlusslicht, Sunrun, SMA und Trina Solar folgen
26.08.2016 - wpd für faire Windkraft ausgezeichnet
26.08.2016 - Ostwind bietet Praxiseinblick in die erneuerbaren Energien
26.08.2016 - NRW will Pumpspeicher-Kraftwerke unter Tage verlegen
26.08.2016 - GCL-Poly steigert Umsatz und Gewinn
26.08.2016 - RENIXX-Check: Schwächer – Jinkosolar nach Zahlen am Indexende, Dong Energy und GCL Poly mit Verlusten – Innergex an Index-Spitze
26.08.2016 - Conergy baut Australiens ersten Solar-Speicher
26.08.2016 - Dong Energy-Tochter und ABB bauen Speichersystem in Kopenhagen
 
Strom-News
26.08.2016 - NRW will Pumpspeicher-Kraftwerke unter Tage verlegen
26.08.2016 - Conergy baut Australiens ersten Solar-Speicher
26.08.2016 - Dong Energy-Tochter und ABB bauen Speichersystem in Kopenhagen
25.08.2016 - Wasserstoff aus Niedrigtemperatur-Abwärme – Forscher erhält Auszeichnung
25.08.2016 - Power-to-Gas: Forscher bauen Testanlage zur Direkt-Methanisierung
25.08.2016 - E.ON will PV-Strom in Arizona speichern
 
Bund-News
24.08.2016 - Deutsche Post setzt auf Elektromobilität
22.08.2016 - Fell schlägt feste Vergütung für Kombikraftwerke vor
19.08.2016 - Zu viel Geld auf dem Konto - Steigt EEG-Umlage wegen Strafzinsen?
18.08.2016 - Grundstein für Offshore-Windpark Arkona gelegt
18.08.2016 - Umfrage: Bundesregierung bremst Energiewende aus
16.08.2016 - BMWi startet Konsultation zum „Grünbuch Energieeffizienz“

 

Business- und Wirtschaftsthemen Erneuerbare Energien

  

Suche in IWR - Newsticker Original-Pressemitteilungen Produkte Firmenprofile



© IWR - Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien
Energie Business Verbund
Presse IWR-Pressedienst.de | Marketing Firmen | Stellen Energiejobs.de | Messen Energiekalender.de |
Energiethemen- und Branchenverbund
iwr.de |Windbranche.de | Offshore-Windenergie | ISolarbranche.de | Bioenergie-Branche |Solardachboerse.de |RenewablePress.com | RenewableEnergyIndustry | Windindustry | Offshore-Windindustry | Energiefirmen | Energiespeicher | Energieeffizienz

 
>> zurück
 
Home-IWREnglishWindenergieSolarenergieWasserkraftBioenergieGeoenergieEmail/Kontakt