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01.02.2016, 15:21 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Goldbeck baut Kontrollzentrum für Offshore-Windpark Wikinger

Berlin – Der spanische Energiekonzern Iberdrola hat einen weiteren Auftrag in Zusammenhang mit dem Offshore-Windprojekt Wikinger in der deutschen Ostsee an ein Unternehmen aus der Region vergeben. Der Baukonzern Goldbeck errichtet das Gebäude im Fährhafen Sassnitz auf Rügen für den späteren Betrieb und die Wartung von Wikinger.

Wie der Investor Iberdrola mitteilt, ist Goldbeck für den Entwurf, die Planung und den Bau des neuen Gebäudes verantwortlich. Die Arbeiten werden unmittelbar nach Erteilung des in den kommenden Wochen erwarteten letzten behördlichen Genehmigungsschrittes beginnen. Das zweistöckige Betriebsgebäude und die geschlossene Lagerhalle werden am Fährhafen Sassnitz errichtet.

Betriebsüberwachung und Wartung für Wikiniger-Windpark von Rügen aus
Nach der Inbetriebnahme 2017 des Ostsee-Windparks mit 70 Windkraftanlagen und 350 Megawatt (MW) Leistung findet von Sassnitz im Nordosten der Insel Rügen aus die Betriebsüberwachung und Wartung von Wikinger statt. Jürgen Blume, Geschäftsführer Iberdrola Renovables Deutschland GmbH: „Iberdrola ist das erste Unternehmen, das seinen Stützpunkt für Betrieb und Wartung am Standort errichtet. Die Fläche ist zweigeteilt und sieht neben dem Betriebsgebäude eine angeschlossene Halle vor. In dieser werden kleinere Ersatzteile für die Wartung und Reparaturmaßnahmen gelagert. Im Gebäude selbst findet die tägliche Überwachung des Windparks statt.“

Volker Huber, Geschäftsstellenleiter von Goldbeck in Rostock: „Als regional ansässiges Unternehmen freuen wir uns, ein Teil des Wikinger-Projekts zu sein. Das in unseren Bausystemen geplante und errichtete Gebäude wird sich am neuesten Stand der Technik orientieren. Unter anderem ist es mit Kontroll-, Aufenthalts-, Besprechungs- und Sanitärräumen ausgestattet. Zudem erfüllt es die Anforderungen der Energieeinsparverordnung und ist mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach versehen. Damit wird es ein energieeffizienter Bau für ein grünes Energie-Projekt.“

70 Offshore-Windkraftanlagen von Adwen sollen ab 2017 Strom erzeugen

Iberdrola ist nach eigenen Angaben daran interessiert, einen erheblichen Teil der Wertschöpfung für den Bau und den Betrieb von Wikinger in der Region zu belassen. So wurden bereits Bauunternehmen, Schiffs- und Hafenanbieter, bis hin zu Technikern und Logistiker aus Mecklenburg-Vorpommern beauftragt. Zudem hat Iberdrola einen Zulieferertag veranstaltet, bei dem regionalen Unternehmen Einblicke über Möglichkeiten der Zusammenarbeit gegeben wurden. Installiert werden für Wikinger insgesamt 70 Adwen-Windkraftanlagen mit je 5 MW Leistung. Das Investitionsvolumen beträgt rund 1,4 Mrd. Euro. In Betrieb gehen soll der Windpark 2017 und dann Strom für mehr als 350.000 Haushalte produzieren.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016

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