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25.04.2016, 11:29 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

EDF verschiebt Investitions-Entscheidung zu Atomkraftwerk Hinkley Point C

Münster – Der französische Energiekonzern EDF plant seit Jahren an der umstrittenen Erweiterung des Atomkraftwerks Hinkley Point C in der englischen Grafschaft Somerset. Hohe Subventionen für den Atomstrom sind von Seiten der EU bereits abgenickt worden. Doch offenbar tut sich EDF selbst noch schwer mit der endgültigen Entscheidung.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat nun der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron erklärt, dass der staatliche EDF-Konzern die Entscheidung hinsichtlich der zwei geplanten neuen Atommeiler verschieben werde. Über das Projekt mit einem Investitionsvolumen von knapp 23 Milliarden Euro sollte eigentlich Anfang Mai 2016 entschieden werden. Nun spricht Macron von September. Atomkraftgegner glauben, dass der Bau des Atomkraftwerks (AKW) damit immer unwahrscheinlicher werde.

Enormes Finanzrisiko für Steuerzahlen in England und Frankreich
Das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C mit zwei AKW-Blöcken à 1.600 Megawatt (MW) gilt als Prestigeprojekt und soll einige alte britische Atomkraftwerke ersetzen. Unter wirtschaftlichen Aspekten lohnt sich das AKW-Projekt jedoch nicht. Der Atomstrom soll den britischen Stromverbraucher und Steuerzahler elf ct/kWh zuzüglich Inflationsausgleich (Garantiepreis) über die nächsten 35 Jahre kosten. Auch für die französischen Steuerzahler könnte das Projekt teuer werden. Denn Frankreichs Atom- und Energiekonzern EDF muss 66,5 Prozent der Investitionen für dieses Vorhaben stemmen, befindet sich aber in einer kritischen finanziellen Lage. Aus Sorge vor den Folgen einer vermeintlichen Fehlinvestition in Hinkley Point C hatte im März 2016 sogar der EDF-Finanzvorstand Thomas Piquemal sein Amt niedergelegt.

Kapitalerhöhung macht EDF zu schaffen - Aktienkurs fällt
EDF will mit einer Kapitalerhöhung insgesamt 4 Mrd. Euro einnehmen. Weil der französische Staat zu 85% an der EDF beteiligt ist, will dieser rd. 3 Mrd. Euro aus Steuermitteln beisteuern. An den Finanzmärkten kommt das nicht gut an - die EDF-Aktie verliert heute aktuell über 7 Prozent an Wert.

Greenpeac Energy: AKW-Projekt stirbt "teuren Tod auf Raten"
Der deutsche Ökostrom-Versorger Greenpeace Energy sieht in der Vertagung der Entscheidung den Anfang vom Ende für das gesamte Projekt. Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation bei Greenpeace Energy, erklärte, dass Hinkley Point C einen teuren Tod auf Raten sterbe. Keiffenheim sagte weiter: "Üppige Garantien, mehr als 100 Milliarden Euro Subventionen vom britischen Staat sowie die gerade erst zugesagten Finanzspritzen aus der französischen Staatskasse reichen offenbar immer noch nicht, dem Risiko-Projekt die nötige Investitionssicherheit zu geben. Diese erneute, mehrmonatige Verschiebung des Baus ist eine Bankrotterklärung der Atomindustrie und zeigt, wie schwer sich die beteiligten Staaten inzwischen tun, Hinkley Point C gegen bestehende wirtschaftliche, juristische und technische Probleme durchzudrücken." Bei diesem AKW-Projekt gehe es längst nicht mehr um Energieversorgung, sondern einzig und allein um politische Gesichtswahrung, glaubt Keiffenheim. Mit jeder weiteren Verschiebung werde es unwahrscheinlicher, dass Hinkley Point C jemals ans Netz gehe.

Quelle: IWR Online

© IWR, 2016

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