17.06.2011, 10:07 Uhr

Verbände fordern Zustimmung für Steueranreize zur Gebäudesanierung

Berlin - Die Umweltverbände WWF und NABU haben zusammen mit der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) die rot-grün geführten Länder dazu aufgefordert, den Weg für die steuerliche Förderung von anspruchsvollen energetischen Gebäudesanierungen im Bundesrat freizumachen. Sollten die Länder ihre Beteiligung an den Kosten ablehnen, würden sie nicht nur den Erfolg der Energiewende, sondern auch nachhaltige, positive Effekte für Klimaschutz, Wirtschaft und Beschäftigung gefährden, so die Befürchtung der drei Verbände.

Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der DENEFF, hob die Bedeutung der von der energetischen Gebäudesanierung ausgehenden Wachstumseffekte für den Mittelstand vor Ort und die damit verbundenen Steuereinnahmen für Kommunen und Länder hervor. Die notwendigen Investitionen in die Energiewende sind auch notwendige Investitionen in nachhaltiges Wachstum. In den ersten Jahren würden die die Steuermehreinnahmen sogar die Kosten für den Fiskus nach Schätzungen des Finanzministeriums sogar übersteigen, so Noll.

Aus der Sicht von NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller hätten die energetischen Standards für die Gebäudesanierung noch ambitionierter ausfallen können. Dennoch diene der vorliegende Gesetzesentwurf einem effizienten Klimaschutz, der Steuergelder gezielt einsetzte. „Statt geringere energetische Standards zu fordern und die Kosten allein dem Bund aufzubürden, sollten die Länder der Energiewende nicht entgegenstehen“, forderte Miller.

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