15.08.2013, 12:18 Uhr

Wahlkampf: SPD will Strompreise mit Zehn-Punkte-Plan senken

Münster – Die Sozialdemokraten entdecken die steigenden Strompreise als Wahlkampfthema: SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück will die Energiewirtschaft an die Kandare nehmen und bei Bedarf sogar zu einer Senkung der Stromtarife zwingen. Insgesamt sollen die Verbraucher um drei Mrd. Euro entlastet werden. Der gut gemeinte Plan hat leider einen Haken.

Viele Bürger stöhnen über die Strompreise in Deutschland, eine Erhöhung der EEG-Umlage ist in Sicht. Die SPD will dieses Thema jetzt angehen. Der im Raum stehende Vorwurf: Die Versorger geben die stark gesunkenen Börsenstrompreise nicht an die Verbraucher weiter. Das Konzept der Sozialdemokraten soll Abhilfe schaffen. "Wir werden die Anbieter dazu verpflichten, ihre Grundversorgertarife an die Bundesnetzagentur zu melden", heißt es in dem Zehn-Punkte-Plan, den Steinbrück mit seinem Schatten-Wirtschaftsminister Matthias Machnig am Donnerstag in Berlin vorstellte und aus dem diverse Medien vorab berichtet hatten.

Grundversorger sollen Preise senken