26.11.2013, 15:51 Uhr

Vestas will überholte Altanlagen in Afrika absetzen

Aarhus, Dänemark / New York – Unter dem Motto „Wind for Prosperity“ ("Wind für Wohlstand") will der dänische Windenergieanlagen-Produzent Vestas überholte Altanlagen in weniger entwickelten Regionen der Erde wie z.B. in Afrika kommerziell errichten. Die Anlagen sollen zusammen mit Diesel-Generatoren eine Stromversorgung in kleinen lokalen Netzgebieten erlauben und so vor Ort für Wohlstand und Wachstum sorgen.

Vestas setzt seine Idee zusammen mit dem arabischen Masdar-Konzern um, der für die Entwicklung und das Management der Projekte zuständig ist. Die Umsetzung startet in 13 kenianischen Gemeinden mit über 200.000 Menschen.

Wirtschaftliches Wachstum durch günstigen Strom

Morton Albæk, Vizepräsident von Vestas, erklärte, dass viele der unterpriveligierten Bewohner der Erde in erster Linie auf Diesel-Aggregate angewiesen sind. Diese seien teuer und verschmutzten die Umwelt. Vestas will mit Hilfe einer einzigartigen Wetterdaten-Analyse energiearme und gleichzeig windreiche Regionen identifizieren, wo die Hybird-Lösungen aus Wind und Diesel soziales und wirtschaftliches Wachstum bewirken können.

Passende Wind-Diesel-Hybridsysteme für lokale Mini-Netze

„Wind for Prosperity“ ist ein innovatives und kommerzielles Geschäftsmodell, um bezahlbare und zuverlässige Energie in ländliche und unterversorgte Regionen zu bringen. In diesem Rahmen sollen ältere, fabrik-überholte Windenergieanlagen mit modernen Dieselgeneratoren zu Hybridsystemen verknüpft werden, die auf die Bedürfnisse in den Mininetzten in abgelegenen Regionen abgestimmt sind. Diese Altanlagen von Vestas seien leicht zu transportieren, installieren und instand zu halten.

Projekt startet in Kenia und soll weltweit erfolgreich werden

Zusammen mit dem kenianischen Energie-Ministerium, dem kenianischen Versorger Kenya Power and Light Company und einer Reihe von weiteren Behörden sollen in einem ersten Anlauf über 200.000 Menschen in Kenia mit Strom versorgt werden, der mindestens 30 Prozent günstiger sein soll als reiner Diesel-Strom. Frontier Investment Management ist mit der Projektierung beschäftigt und erkundet auch Möglichkeiten für Projekte in weiteren afrikanischen Staaten. Ziel der gesamten Kampagne ist es, in drei Jahren midensten eine Millionen Menschen mit Strom zu versorgen. Länder wie Äthiopien und Tansania aber auch Jemen, Pakistan, Vietnam und Nicaragua kommen dafür in Frage.

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