11.12.2013, 08:10 Uhr

KfW-Förderkredite haben 2012 zehn Milliarden Euro Investitionen in Erneuerbare ausgelöst

Frankfurt am Main – Eine Studie zeigt, dass die inländischen Förderprogramme der KfW-Bankengruppe einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Deutschland leisten. Demnach haben die Förderkredite des Instituts im Jahr 2012 Investitionen in die Errichtung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland in Höhe von zehn Milliarden Euro ausgelöst.

Am Montag veröffentlichte die KfW-Bankengruppe die Ergebnisse zu den Auswirkungen von Förderprogrammen für Erneuerbare-Energie-Projekte auf Wirtschaft und Umwelt. Dabei wurde deutlich, dass die von der Bankengruppe angebotenen Förderprogramme im Jahr 2012 deutlich positive Auswirkungen auf die Energiewende, die Treibhausgasemissionen sowie den Arbeitsmarkt hatten.

Mehr als die Hälfte der Investitionen in Erneuerbare wurde durch KfW generiert

Die Förderkredite wirkten sich positiv auf die Investitionsbereitschaft aus. Wie positiv, erklärt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW-Bankengruppe: "Durch KfW-Förderkredite wurden 2012 Investitionen in die Errichtung von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien in Deutschland in Höhe von 10 Mrd. Euro ausgelöst; das sind 51 % aller in Deutschland im Jahr 2012 getätigten Investitionen in den Ausbau Erneuerbarer Energien zur Strom- und Wärmeerzeugung. Diese Investitionen sind wichtige Bausteine auf dem Weg zur Energiewende." Das zeigt sich besonders im Strombereich: von 2010 bis 2012 wurden 48 Prozent der in Deutschland installierten elektrischen Leistung durch Erneuerbare durch die KfW gefördert, bei Onshore-Windanlagen ist der Anteil mit 82 Prozent besonders hoch.

Ausbau der Erneuerbaren reduziert Emissionen und Abhängigkeit von Energie-Importen

Der durch die KfW geförderte Ausbau der erneuerbaren Energie führte im Jahr 2012 zu einer Reduktion der Energieimporte um rund 460 Millionen Euro. Hochgerechnet auf die Lebensdauer der Anlagen von 20 Jahren können nach derzeitigem Stand Importe in Höhe von 9,1 Milliarden Euro vermieden werden.

Da durch den Ausbau der EE-Anlagen weniger fossile Energieträger für die Stromproduktion eingesetzt werden mussten, wurden zudem allein durch die von der KfW im Jahr 2012 geförderten Anlagen jährlich 6,6 Millionen Tonnen Treibhausgase weniger ausgestoßen. Dies entspricht etwa zehn Prozent der von der Bundesregierung jährlichen Einsparungen von Treibhausgas.

Auch auf die Beschäftigung haben die Investitionen in den Ausbau der Erneuerbaren positive Auswirkungen: Durch Produktion und Bau der im Jahr 2012 geförderten Anlagen konnten rund 73.500 Arbeitsplätze in Deutschland für ein Jahr gesichert bzw. neu geschaffen werden. Durch Betrieb und Wartung dieser Anlagen finden 20 Jahre lang weitere rund 2.900 Personen jährlich Beschäftigung. Knapp 75 Prozent der durch Bau und Betrieb der im Jahr 2012 erstellten Anlagen ausgelösten Arbeitsplätze sind in kleinen und mittleren Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten entstanden, rund 32 Prozent der Arbeitsplätze entfallen auf Kleinunternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten.

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