26.08.2015, 11:32 Uhr

Neuer Player auf dem Windkraftmarkt - FWT baut Groß-Windpark in Polen

Waigandshain - Die FWT Production GmbH aus dem Westerwald in Rheinland-Pfalz tritt erstmals mit einem dicken Auftrag als Hersteller von großen Windkraftanlagen in Erscheinung. Das Unternehmen der FWT-Gruppe soll insgesamt 33 Turbinen im Süden Polens errichten. Hinter der Anlagentechnik steht ein alter Bekannter aus der Branche.

Für den Windpark in Krzanowice in Polen hat die FWT Production GmbH nun verbindliche Verträge über 33 Windenergieanlagen mit insgesamt 90,5 Megawatt (MW) Leistung unterzeichnet. Vertragspartner ist der Schweizer Projektierer Visavento Holding AG.

Verschiedene Anlagen-Typen für Windpark in Südpolen geplant

Nachdem FWT bereits seit 2013 auf dem polnischen Markt mit Windparkservice erfolgreich ist und aktuell eine erste 2.0-MW-Anlage errichtet, wird noch in diesem Jahr mit der ersten Ausbaustufe des Windparks Krzanowice III begonnen: Geplant ist die Errichtung von drei FWT 2500-Anlagen mit 2,5 MW Leistung sowie 100 Meter langen Rotoren und 100 Metern Nabenhöhe. In 2016 sollen für Krzanowice I insgesamt 14 weitere Anlagen dieses Typs folgen. In 2017 steigt der Investor im Bauabschnitt Krzanowice II in die 3.0 Megawatt-Klasse ein. Dann sollen 16 Anlagen des Typs FWT 3000 mit 140 Meter hohen Hybridturm und 120 Meter langen Rotoren im dritten Bauabschnitt ans Netz gehen.

Fuhrländer-Know-How im FWT-Team

„Mit diesem Erfolg unterstreicht FWT seine Marktnähe und Ambitionen auf dem polnischen Markt“, sagt FWT-Geschäftsführer Henning Zint. „Wir sind inzwischen eine gefragte Adresse auch bei großen Stückzahlen, weil wir unseren Kunden die Sicherheit langjähriger Praxiserfahrungen und kurze Wege im Unternehmen bieten können“, so Zint weiter.

Zwar wurde das Unternehmen erst im Hagr 2013 gegründet, wie ein Sprecher für FWT im Gespräch mit IWR Online erklärte. Dennoch kann FWT auf 25 Jahre Erfahrung in Windenergie-Technologie zurückgreifen. Es sei eben ein Start-Up mit Erfahrung. Grund dafür ist, dass gut die Hälfte der Mitarbeiter des FWT-Teams vom Windenergie-Pionier Fuhrländer gekommen ist. Nach der Insolvenz von Fuhrländer im Jahr 2012 habe sich sozusagen ein Vakuum gebildet, das FTW nun nach und nach füllt.

FWT hat weitere Großprojekte in der Pipeline

Strategischer Partner für FWT in dem neuen Projekt in Polen ist die Strabag Sp.zo.o, die den gesamten Bereich der Infrastrukturarbeiten übernimmt. „Mit dieser Auftragserteilung haben wir auch in Polen endgültig Fuß gefasst und gehören zu den wichtigen Anbietern von Anlagentechnik und Service“, freut sich Henning Zint. Entscheidend für den Investor seien neben der Technologie auch die hohe Kompetenz und Erfahrung des FWT-Teams sowie die Kundenorientiertheit und Flexibilität des Unternehmens gewesen, so das Unternehmen aus dem Westerwald. Weitere Großprojekte seien in der Pipeline.

Quelle: IWR Online

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