18.06.2019, 11:39 Uhr

Neues Joint Venture steigt in französischen Offshore-Markt ein

Hamburg - Buss Offshore Solutions und der französische Industrie-Logistiker IDEA haben ihr Joint Venture bestätigt. Zusammen wollen die beiden Unternehmen den Ausbau der Offshore-Windenergie im jungen französischen Markt voranbringen.

Der französische Offshore-Windenergiemarkt steht zwar noch am Anfang. Die Vorbereitungen für den Ausbau laufen allerdings auf Hochtouren. In diesem Umfeld bringen die Buss Offshore Solutions und das französische Unternehmen IDEA sich mit einem Offshore-Joint-Venture in Stellung.

Neuer Logistikdienstleister mit umfangreicher Expertise entsteht

Die Buss Offshore-Solutions GmbH aus und die französische IDEA Offshore haben ihre im September 2018 auf der Windenergy Expo in Hamburg unterzeichnete Absichtserklärung in ein Joint Venture umgesetzt. Die beiden Unternehmen haben sich erstmals gemeinsam als Buss IDEA Offshore auf der Windmesse Seanergy 2019 in Dünkirchen vom 5. bis zum 7. Juni präsentiert und ihre Logistikdienstleistungen für den französischen Markt vorgestellt.

Durch die Kombination des Know-hows beider Firmen bietet Buss IDEA Offshore umfassende Logistikdienstleistungen für den Offshore-Markt in Frankreich. Dazu gehören die Nearshore- und Basishafen-Logistik, die für die Installations-, Betriebs- und Wartungsphase benötigt wird, sowie die Lager- und Werkslogistik für Zulieferer und Hersteller. Dabei liegt die Stärke des Joint Ventures nach Einschätzung von Cédric Valmalle, Geschäftsführer von Buss IDEA Offshore und Business Development Director bei IDEA, darin, dass sich die Dienstleistungen und Erfahrungen der beiden Unternehmen ergänzen.

„Die Geburtsstunde von Buss IDEA Offshore auf der Seanergy ist für uns ein starkes Zeichen. Wir stellen dem französischen Markt erstmals offiziell unsere maßgeschneiderten Logistikangebote vor und sind stolz, unsere Erfahrungen aus der Transport- und Hafenlogistik für Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee in diesen zukunftsorientierten Wachstumsmarkt einbringen zu können“, ergänzt Martin Schulz, Geschäftsführer von Buss IDEA Offshore und Buss Offshore Solutions:

Zum Stand des französischen Marktes für Offshore Windenergie

Der französische Offshore-Windenergiemarkt befindet sich noch in einem frühen Stadium. Bislang ist lediglich eine Windenergieanlage mit einer Leistung von 2 MW seit September 2018 offiziell am Netz. In Frankreich wurden allerdings bereits eine Reihe von Offshore-Projekten im Rahmen von Ausschreibungen bezuschlagt.

2011 wurde insgesamt eine Kapazität von 2.000 MW in vier Küstenzonen in Fecamp, Courseulles-sur-Mer, Saint-Crieuc und Saint-Nazaire vergeben. 2013 kamen die Standorte Le Tréport (Seine-Maritime) und Îles d‘Yeu und Noirmoutier (Vendée) mit einer Kapazität von 1.000 MW hinzu.

Die dritte Ausschreibungsgrunde wurde im November 2018 für das Projekt Dunkerque gestartet. Am 14. Juni 2019 hat das französische Ministerium für Ökologie und Energiewende bekanntgegeben, dass ein Konsortium von EDF Renewables, Enbridge und Innogy den Zuschlag für die Planung, den Bau und den Betrieb für Dunkerque erhalten hat. Aktuell wird in Frankreich eine weitere Ausschreibungsrunde für eine Leistung von 1.000 MW vor der Küste der Normandie vorbereitet, die im Herbst 2019 gestartet werden soll.

Die im Zuge des französischen Energiekonzeptes „Programmation plurianuelle de l’énergie“ am 25. Januar 2019 veröffentlichten Pläne Frankreichs sehen bis zum Jahr 2028 einen Ausbau der Offshore-Windenergie auf eine Kapazität von bis zu 5.200 MW vor.

Quelle: IWR Online

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