24.06.2026, 10:29 Uhr

SMA entwickelt Hybridlösung mit netzbildenden Batteriespeichern für die Energieversorgung der Zukunft


© SMA Solar AG

Niestetal/München – Batteriespeicher übernehmen künftig eine immer wichtigere Rolle im Stromsystem, Systemlösungen rücken dabei zunehmend in den Vordergrund. Die SMA Solar Technology AG greift diesen Trend auf und hat eine neue Hybridlösung vorgestellt, die Photovoltaik, Batteriespeicher und netzbildende Funktionen kombiniert. Damit sollen Hybridkraftwerke nicht nur Strom speichern, sondern auch aktiv zur Stabilität des Stromnetzes beitragen.

Die SMA-Lösung „Stability Enhanced DC Coupled Hybrid Solution“ wurde auf der Messes Smarter E Europe 2026 vorgestellt und verbindet Stromumwandlung, Anlagensteuerung und Engineering in einem Gesamtkonzept. SMA richtet das Design insbesondere auf große Hybridkraftwerke aus, bei denen Solarstromerzeugung und Batteriespeicher gemeinsam betrieben werden.

Netzbildende Speicher werden wichtiger Baustein der Energiewende

Mit dem zunehmenden Ausbau erneuerbarer Energien verändern sich die Anforderungen an das Stromsystem. Während konventionelle Kraftwerke bislang wichtige Aufgaben für Frequenzhaltung und Netzstabilität übernommen haben, können Batteriespeicher diese Funktionen künftig zunehmend übernehmen.

Die SMA-Lösung setzt dabei auf den Batteriewechselrichter Sunny Central Storage UP-S mit netzbildenden Funktionen sowie den Sunny Central FLEX DCDC Skid. Ergänzt wird das System durch die SMA Mittelspannungsstation (MVPS), den SMA Power Plant Manager und Engineering-Dienstleistungen für Planung und Betrieb.

Durch die Kombination aus Photovoltaik, Batteriespeicher und intelligenter Steuerung können Hybridkraftwerke Strom flexibel speichern, wieder bereitstellen und gleichzeitig netzdienliche Funktionen übernehmen. Damit entwickeln sich Batteriespeicher zunehmend von reinen Speicherkomponenten zu aktiven Bestandteilen der Energieinfrastruktur.

SiC-Technologie erhöht Effizienz und Systemleistung

Ein zentraler Bestandteil der Lösung ist die eingesetzte Siliziumkarbid-Halbleitertechnologie (SiC-MOSFET). Diese kommt sowohl im Batteriewechselrichter Sunny Central Storage UP-S als auch im Sunny Central FLEX DCDC Skid zum Einsatz.

Nach Angaben von SMA erreicht die Technologie Wirkungsgrade von bis zu 99,5 Prozent. Gleichzeitig sollen thermische Belastungen reduziert und ein Überlastbetrieb auch bei außergewöhnlichen Netzsituationen ermöglicht werden. Dadurch soll die Systemleistung erhöht und ein zuverlässiger Betrieb von Hybridkraftwerken unterstützt werden.

Quelle: IWR Online

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