30.06.2026, 11:20 Uhr

Mai-Ausschreibung für Windenergie an Land: Qualitas Energy und PNE sichern sich Zuschläge


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Münster – Die Mai-Ausschreibung der Bundesnetzagentur für Windenergie an Land war erneut deutlich überzeichnet und brachte mit 5,06 ct/kWh den niedrigsten durchschnittlichen Zuschlagswert seit Februar 2018. Unter den erfolgreich bezuschlagten Projekten befinden sich auch insgesamt fünf Vorhaben von Qualitas Energy und der PNE-Gruppe mit einer Gesamtleistung von rund 220 MW.

Bei einem ausgeschriebenen Volumen von 2.495 MW reichten Bieter 628 Gebote mit insgesamt 6.409 MW ein – mehr als das Zweieinhalbfache der verfügbaren Kapazität. Die Bundesnetzagentur erteilte 270 Geboten mit 2.499 MW den Zuschlag, 13 Gebote wurden vom Verfahren ausgeschlossen. Die Zuschlagswerte lagen zwischen 4,44 und 5,19 ct/kWh. Regional entfiel das größte Volumen auf Niedersachsen, gefolgt von Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

Qualitas Energy: 113 MW über drei Projekte in zwei Bundesländern

Qualitas Energy erhielt den Zuschlag für drei Onshore-Windprojekte mit zusammen 113,2 MW. Die Vorhaben in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen umfassen 16 Windenergieanlagen und sollen nach Inbetriebnahme rechnerisch rund 75.000 Haushalte mit Strom versorgen. Damit setzt das Unternehmen seine kontinuierliche Expansion im deutschen Windmarkt fort: Nach eigenen Angaben verfügt Qualitas Energy hierzulande bereits über mehr als 100 Windenergieprojekte, eine Pipeline von 3 GW in fortgeschrittener Entwicklung sowie über 1 GW im Bau oder Betrieb. Damit ist das Unternehmen gut positioniert, um sein Wachstum durch strategische Akquisitionen und gezielte Investitionen in erneuerbare Energieanlagen weiter zu beschleunigen.

Johannes Overbeck, CEO der Qualitas Energy Deutschland GmbH, sagt: „Der Zuschlag für 113 MW in einem hart umkämpften Ausschreibungsverfahren unterstreicht die Stärke unserer Plattform, die Umsetzungsfähigkeit unseres Teams und unser langfristiges Engagement auf dem deutschen Markt. Diese Projekte werden zum weiteren Ausbau der Onshore-Windkapazitäten in Deutschland beitragen und die Entwicklung eines widerstandsfähigeren und nachhaltigeren Energiesystems unterstützen."

PNE: Neubauprojekt und Repowering mit 108 MW

Auch die PNE-Gruppe war erfolgreich und konnte zwei Projekte mit zusammen 108 MW platzieren. In Brandenburg wird PNE den Windpark Beerfelde mit 100,8 MW realisieren; parallel zur Bauvorbereitung prüft das Unternehmen die Integration eines systemdienlich betriebenen Grünstromspeichers. In Niedersachsen erhielt zudem das Repowering-Projekt Hassendorf mit 7,2 MW den Zuschlag – die dritte Anlage des Windparks, nachdem die ersten beiden bereits im August 2025 erfolgreich waren.

Roland Stanze, COO der PNE AG, sagt: „Die erfolgreichen Zuschläge trotz deutlicher Überzeichnung und erneut deutlich gesunkener Zuschlagswerte bestätigen die hohe Qualität unserer Projektpipeline und unsere starke Position im deutschen Windenergiemarkt. Mit den Projekten Beerfelde und Hassendorf leisten wir einen weiteren Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland."

Sinkende Zuschlagswerte trotz hoher Nachfrage

Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert ist seit August 2024 über sieben Ausschreibungsrunden um mehr als 2 ct/kWh gesunken. Die nächste Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land findet am 1. August 2026 statt.

Bild: Vergütungssätze Onshore-Ausschreibungen Windenergie, Stand: 26.06.2026 © IWR, Daten: BNetzA

Quelle: IWR Online

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