24.01.2014, 13:04 Uhr

Bioethanolverband: EU blendet Emissionen im Verkehrssektor aus

Berlin – Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) kritisiert den von der EU-Kommission am Mittwoch verabschiedeten Vorschlag für das EU-Klima- und Energiepaket 2030. So seien die geplanten Maßnahmen nicht wirksam gegen die hohen Treibhausgasemissionen des Verkehrs in Europa.

Im Mittelpunkt der Kritik steht die Ausblendung des Verursacherprinzips für Treibhausgase besonders im Verkehrsbereich. Neben diesem Punkt bemängelt der BDBe auch, dass keine bindenden Zielvorgaben für den Verkehrssektor verabschiedet worden sind.

Verkehrssektor ist entscheidend zur Erreichung der Ziele

Dietrich Klein, Geschäftsführer des BDBe: „Im Verkehr sind eindeutige Klimaziele und Mindestanteile erneuerbarer Kraftstoffe notwendig. Das Ziel von 40% weniger Treibhausgasen lässt sich nur mit verbindlichen Vorgaben für mehr Energieeffizienz im Verkehr und deutlich mehr erneuerbaren Kraftstoffen erreichen. Bioethanol ist von allen erneuerbaren Kraftstoffen für die Verbraucher bei weitem am kostengünstigsten und senkt die Treibhausgasemissionen heute um mindestens 50%, mittelfristig um bis zu 70%."

Nach Angaben von Klein sei der Verkehrssektor für rund 25 Prozent der europäischen Treibhausgasemissionen Schuld. Somit sei dieser Sektor entscheidend für die Erreichung der Klimaziele der EU.

27 Prozent Anteil der erneuerbaren Energien nicht ambitioniert genug

Einen weiteren Kritikpunkt sieht der Verband darin, dass nur ein einziges für alle Mitgliedsstaaten bindendes Ziel die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken, beschlossen wurde. Ebenfalls der Zielwert von 27 Prozent erneuerbaren Energien europaweit im Jahr 2030 ist nach Ansicht des BDBe nicht ambitioniert und dadurch entscheidend abgeschwächt, dass dieser Wert nicht für jedes Land gelten würde sondern nur insgesamt für die Europäische Union.

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