26.10.2007, 09:07 Uhr

Conergy sichert langfristig Rohstoffe für Frankfurt (Oder) mit einem Volumen von 7-8 Mrd US-Dollar

Hamburg, St. Peters / Missouri – Das Hamburger Solarunternehmen Conergy AG kooperiert im anhaltend boomenden Markt für Solarenergie mit einem strategischen Partner und hat die langfristige Versorgung mit Siliziumwafern sichergestellt. Das Unternehmen vereinbarte am vergangenen Donnerstag mit MEMC Electronic Materials mit Sitz in Missouri, USA, die Lieferung von Wafern im Wert zwischen 7 und 8 Mrd. US-Dollar bis zum Jahr 2018. Die neue Fabrik der Conergy produziert seit Sommer 2007 erste Solarmodule und erreicht im Frühjahr 2008 ihre volle Produktionskapazität von bis zu 250 MWp.
Im Einzelnen sieht die Vereinbarung vor, dass Conergy ab Juli 2008 mit Siliziumwafern von MEMC beliefert wird. Das Volumen der Lieferungen nimmt jährlich zu. Die Preisgestaltung für die Wafer ist so degressiv gestaltet, dass diese bei den zu erwartenden Systempreisreduzierungen im solaren Weltmarkt eine wettbewerbsfähige Positionierung zu herstellerüblichen Margen für Conergy ermöglicht, teilte das Hamburger Unternehmen mit. Auch bestehe der Anreiz für beide Seiten von Verbesserungen im Zellwirkungsgrad zu profitieren. Conergy wird MEMC Vorauszahlungen für die vertraglich vereinbarten Lieferungen im marktüblichen Rahmen in 2008 leisten. Zu Beginn werden multikristalline Wafer geliefert. Zu einem späteren Zeitpunkt besteht für die Hamburger die Option, auch monokristalline Wafer zu erhalten.
Für Conergy bedeutet die Belieferung mit Wafern eine mögliche Reduzierung der eigenen Wafersägekapazitäten. Der zusätzliche Ertrag, der dem Unternehmen durch die Verkürzung der Wertschöpfung für einen Teil der Produktion entgeht, wird durch die attraktive Preisgestaltung mit MEMC kompensiert. Conergy plant nicht, sich vollständig aus der Wafersägerei zurück zu ziehen. Für 2008 hat Conergy mit diesem Vertrag in Frankfurt (Oder) nach eigenen Angaben jetzt insgesamt über 40 Prozent des Rohstoffsbedarfs gesichert. Ohne weitere Ausbaustufen liege die Bedarfsdeckung in 2009 bei 80 Prozent und ab 2010 bei über 100 Prozent. Conergy hat damit die Basis für künftiges Wachstum gelegt. Für die fehlenden Rohstoffe im Jahr 2008 müssen weitere Lieferverträge vereinbart werden.
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Quelle: iwr/26.10.07/