07.07.2014, 16:48 Uhr

Dänemark plant Fonds zur Förderung erneuerbarer Energien

Münster – Die dänische Regierung geht neue Wege: Geplant ist ein rund fünf Milliarden Dänische Kronen (etwa 670 Mio. Euro) schwerer Staatsfonds zur Förderung von Erneuerbare-Energien-Projekten. Der Fonds dient dabei in erster Linie zur Absicherung und Unterstützung privater Investoren.

Nach dem Vorbild Großbritanniens, die bereits 2012 einen derartigen Fonds zur Unterstützung der regenerativen Energien eingeführt hatten, sollen nun auch in Dänemark zinsgünstige Kredite die Investitionen in erneuerabre Energien ankurbeln.

Großbritannien als Vorbild für Energie-Fonds

Dänemark will nach Angaben der Exportinitiative Erneuerbare Energien einen Staatsfonds zur Unterstützung von EE-Projekten einführen. In Dänemark sollen die Gelder in erster Linie als zinsgünstige Kredite an Privatunternehmen aber auch an öffentliche Einrichtungen und Investorengruppen vergeben werden. Der Fonds werde beispielsweise auch bei der Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden oder der Senkung des Energieverbrauchs bei Produktionsverfahren greifen.

In Großbritannien wurde bereits 2012 ein Fonds ins Leben gerufen. Bis Juni 2014 haben diese Mittel in Höhe von rund 1,3 Mrd. Pfund Privatinvestitionen von insgesamt rund 4,8 Mrd. Pfund auf dem Inselstaat ausgelöst.

Energiewende in Dänemark mit viel Offshore-Windkraft

Dänemark will als gutes Beispiel in der EU vorangehen, denn das kleine Königreich will bis 2050 vollständig unabhängig von fossilen Energieträgern sein. Zu diesem Zweck sind die erneuerbaren Energien gefragt: Der Zielanteil bei der gesamten Energieversorgung für 2020 beträgt 35 Prozent (2013: 24,5 Prozent). Die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs soll 2020 auf Windkraft basieren (2013: 33 Prozent). Dabei zählt das nordische Land mit seiner langen Nord- und Ostseeküste bereits jetzt zu den Vorreitern bei der Nutzung von Offshore-Windenergie. Ende 2013 waren über 500 Offshore-Windkraftanlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 1.300 Megawatt (MW) ans Netz angeschlossen. Nach Regierungsplänen soll diese Leistung bis 2025 auf etwa 4.600 MW ausgebaut werden.

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