09.08.2011, 17:02 Uhr

Ecofys-Studie: negative CO2-Emissionen durch Bioenergie und CCS

Utrecht, Niederlande / Cheltenham, Großbritannien – Zehn Gigatonnen "negative" CO2-Emissionen könnten bis 2050 durch die Kombination von Biomassenutzung und CO2-Speicherung jährlich erzielt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Ecofys im Auftrag des IEA Treibhaus-Forschungsprogramms(GHG). Unterm Strich soll eine negative Treibhausbilanz stehen. Derzeit werden jährlich werden durch die Energiegewinnung rund 31 Tonnen Gigatonnen CO2 emittiert.

"Die Biomasse entzieht der Atmosphäre durch Photosynthese CO2, und durch CCS wird das CO2 gespeichert, das durch die energetische Umwandlung frei geworden ist", erläutert Joris Koornneef von Ecofys.

Ecofys hat sechs Technologien in den Bereichen der Energie und des Transports aufgezeigt. Darunter sind Biomassevergasung und –verbrennung, um entweder Strom oder Bioethanol bzw. Biodiesel zu produzieren. Bei der Stromerzeugung besteht laut der Studie ein jährliches maximales Einsparpotenzial von etwa zehn Gigatonnen negativer CO2-Emission. Die Biotreibstoffherstellung spare hingegen maximal sechs Gigatonnen. Speziell die Bioethanolherstellung sei aufgrund der geringen Kosten für die CO2-Abscheidung die günstigste Option.

Jedoch fehle es der Studie zufolge an wirtschaftlichen Anreizen, solche Projekte umzusetzen. Perspektivisch plädiere man für eine Erkundung geeigneter Regionen, um CO2 bei der Biomassennutzung zu speichern und negative Emissionsbilanzen zu erzeugen.


© IWR, 2011