12.02.2007, 12:32 Uhr

Emnid-Umfrage: 86 Prozent der Bundesbürger wollen beim Klimaschutz Deutschland als Vorreiter sehen – stärkerer Ausbau regenerativer Energien gefordert

Hamburg - Eine große Mehrheit der Deutschen fürchtet die Folgen des Klimawandels und erwartet von der Bundesregierung drastische Gegenmaßnahmen. Das ergab eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace.
Danach sehen 85 Prozent der Bundesbürger in der Erderwärmung eine "Bedrohung für sich und nachfolgende Generationen". Mehr als zwei Drittel der Befragten erwarten, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die EU-Ratspräsidentschaft und den G8-Gipfel in Heiligendamm nutzt, um den internationalen Klimaschutz "effektiv voranzutreiben".
Eine große Mehrheit möchte aber nicht mehr auf internationale Vereinbarungen warten, sondern verlangt, dass Deutschland "vorangeht". So plädieren 86 Prozent der Befragten dafür, dass die Bundesrepublik sich zur Reduzierung ihrer CO2-Emissionen um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 (gegenüber 1990) verpflichtet.
Um dieses Ziel zu erreichen wollen die Deutschen auf einen Umbau der Energiewirtschaft setzen. Neun von zehn Befragten wünschen eine stärkere Förderung der erneuerbaren Energien. Eine Mehrheit von 54 Prozent will, dass keine neuen Braunkohlekraftwerke gebaut und die alten schnellstmöglich stillgelegt werden. Die Ablehnung der Atomkraft nimmt angesichts der Bedrohung durch den Klimawandel ab, aber noch immer ist eine Mehrheit von 53 Prozent gegen verlängerte Laufzeiten für deutsche Meiler.
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Quelle: iwr/12.02.07/