01.02.2012, 17:04 Uhr

Eurosolar: Mitnahmeeffekte durch Marktprämie treiben EEG-Umlage

Bonn - Vor dem Hintergrund der Kostendebatte um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) kritisiert Eurosolar die Politik. Mehrkosten würden von der Politik ganz gezielt herbeigeführt, nur um dann die Konsequenzen der eigenen verfehlten Politik den Erneuerbaren Energien und insbesondere der Solarenergie zur Last zu legen, so Eurosolar. So habe die Politik dafür gesorgt, dass die EEG-Umlage auf weniger Schultern verteilt wird, um auf die gestiegenen Kosten verweisen zu können, lautet der Vorwurf. Besonders deutlich werde das bei der Marktprämie, mit der vorgeblich sowohl die Marktintegration der Erneuerbaren Energien wie auch die lastgerechte Einspeisung der Erneuerbaren Energien gefördert werden soll.

Mitnahmeeffekte in dreistelliger Millionenhöhe

Seit Jahren sei bekannt, dass die Implementierung eines solchen Mechanismus ausschließlich zu hohen Mitnahmeeffekten in dreistelliger Millionenhöhe ohne vorzeigbaren Nutzen führe. Jeden Tag würden durch die Marktprämie Mehrkosten von 1-2 Millionen Euro entstehen, voraussichtlich über 500 Millionen Euro allein in diesem Jahr. Schon jetzt sei aber klar, dass die Marktprämie weder zur Einrichtung von regenerativen Verbundkraftwerken, bei denen fluktuierende Erzeuger wie Wind- und Solarkraftwerke mit dynamisch regelbaren Formen wie Biogas und Wasserkraft vernetzt werden, noch zum Bau neuer Stromspeicher führen wird. Auch die Stromnetze würden nicht entlastet, so Eurosolar. Die Summen, die für die Marktprämie verschwendet werden, liegen unsinnigerweise sogar höher als die Mittel, die Wirtschaft- und Umweltministerium bis 2014 im Rahmen der Förderinitiative Energiespeicher bereitstellen, deren Volumen sich nur auf 200 Millionen Euro beläuft.

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