16.04.2007, 13:51 Uhr

Konsequenzen des Klimawandels: Nationaler IPCC-Workshop der Bundesregierung in Potsdam

Berlin - Der Klimawandel wird weltweit erhebliche Umweltveränderungen hervorrufen. Das macht der kürzlich veröffentlichte Bericht der zweiten Arbeitsgruppe des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) deutlich, der den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu den Auswirkungen klimatischer Änderungen auf natürliche und menschliche Systeme zusammenfasst. Auf Einladung des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Bundesforschungsministeriums (BMBF) diskutierten am heutigen Montag in Potsdam rd. 100 Fachleute über Erkenntnisse aus dem IPCC-Bericht und Konsequenzen für Forschung und Gesellschaft. Der nationale Workshop fand am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung statt, dessen Wissenschaftler gemeinsam mit anderen Klimaforschern in Deutschland maßgeblich zum internationalen IPCC-Report beigetragen haben.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium Thomas Rachel sagte in Potsdam: „Die Experten haben uns noch einmal eindringlich vor Augen geführt, dass der Klimawandel rasches Handeln erfordert. Daher wird das Bundesforschungsministerium die Grundlagen dazu legen und die Forschung zum Thema Klimawandel weiter stärken.“ Forschungsministerin Annette Schavan habe für den 3. Mai in Hamburg zu einem Klimaforschungsgipfel eingeladen, um eine nationale Klimaforschungsstrategie zu verabreden. Wie der IPCC-Bericht zeige, ist die Anpassung an den unvermeidbaren Klimawandel eine der wichtigsten Herausforderungen. Die Menschen müssen sich zum Teil auf große Veränderungen einstellen, so Rachel. Um ganze Regionen dabei zu unterstützen, sich auf den Klimawandel vorzubereiten, habe das Ministerium kürzlich den mit 75 Mio. Euro ausgestatteten Regionalwettbewerb KLIMZUG gestartet. Dafür können sich Regionen in Deutschland bewerben, bei denen sich Partner aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammentun. Beispielsweise kann es um Fragen gehen, wie eine Region mit verlängerten Trocken- und Hitzeperioden umgeht oder wie sich eine andere gegen Überschwemmungen schützt. Dabei geht es sowohl um die Entwicklung neuer Technologien als auch um Handlungsempfehlungen.

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Quelle: iwr/16.04.07/