07.10.2014, 08:35 Uhr

Solarstrom statt Atom: Japanische Tepco erhält Megawatt-Solaranlage

Bad Staffelstein - Der japanische Energieversorger Tepco ist spätestens seit dem AKW-Unglück von Fukushima als Betreiber von Atomkraftwerken bekannt. Jetzt haben das deutsche Photovoltaik-Systemhaus IBC Solar und ein japanischer Projektentwickler ihr erstes Solarprojekt realisiert. Der Solarpark wurde an das Stromnetz des Energiekonzerns Tepco angeschlossen. Weitere Projekte sollen folgen.

Das von IBC Solar und dem japanischen Projektentwickler Deneb Re realisierte Photovoltaik-Projekt mit einer Leistung von einem Megawatt wurde Ende September 2014 erfolgreich an das Stromnetz von Tepco angeschlossen. Zwei Tage nach Netzanschluss fand die Übergabe der schlüsselfertigen Anlage an den Betreiber statt, ein in Tokio ansässiges Immobilienunternehmen.

Japan: 20-jährige Vergütung mit 26 Eurocent pro Kilowattstunde Solarstrom lockt Investoren

Das neu ans Netz gegangene Photovoltaik(PV)-Kraftwerk befindet sich etwa 150 Kilometer nördlich von Tokio in Otawara in der Präfektur Tochigi. Da der Ausbau erneuerbarer Energien von der Regierung Tochigis angestrebt und gefördert wird, ist dieses Projekt genau auf die dort herrschenden Rahmenbedingungen angepasst. Dadurch ist dem Investor eine 20-jährige staatliche Vergütung von 36 Yen (umgerechnet ca. 0,26 Euro) pro Kilowattstunde(kWh) garantiert. "Wir sind sehr erfreut, dass wir bei diesem Projekt mit IBC Solar zusammenarbeiten konnten. Mit dem Know-how des Unternehmens und dem Einsatz lokaler Firmen beim Bau der Anlage ist es uns gelungen, die Erstellungskosten zu senken und eine hocheffiziente Anlage zu errichten. Zudem standen und stehen wir in engem Kontakt mit den Anrainern, um die Akzeptanz dieser PV-Anlage und deren reibungslosen Betrieb für mindestens die nächsten 20 Jahre zu gewährleisten", so Dr. Steffen David, Representative Director bei Deneb Re.

Wertvoller Beitrag zum Umbau der Energieversorgung in Japan

Die Anlage besteht aus 6.408 Modulen des Typs IBC PolySol 255 und kann ca. 2,1 Mio. kWh Strom pro Jahr erzeugen. „Die Anbindung dieser beeindruckenden PV-Anlage an das Stromnetz stellt einen Meilenstein in der Firmengeschichte von IBC Solar dar. Sie liefert einen wertvollen Beitrag zum Umbau der Energieversorgung in Japan, der von der Nuklearenergie weg zu erneuerbarer Energie führt“, so Antoni Beltran, Director Project Business Development bei IBC Solar.

Weitere Projekte folgen

Das PV-Projekt in Otawara ist das erste von IBC Solar, welches ans Netz gegangen ist. Es ist eins von drei Projekten, die IBC Solar in Zusammenarbeit mit lokalen Projektentwicklern in Japan durchführt. Die zweite Solaranlage von IBC Solar in Sakura City, ebenfalls in der Präfektur Tochigi, soll bereits innerhalb der nächsten Wochen an das Stromnetz angeschlossen werden.

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