28.09.2015, 11:06 Uhr

USA und China zementieren ihren Klimaschutz-Willen

Washington D. C. – Im November 2014 hatten US-Präsident Barack Obama und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping vereinbart, dass der CO2-Ausstoß spätestens im Jahr 2030 sein Maximum erreichen solle. Die beiden Staaten, die die größten Emittententen dieses Klimagases sind, haben nun ihren Willen zur Umsetzung der Klimaschutz-Maßnahmen in einer gemeinsamen Erklärung bekräftigt.

Im Rahmen des Staatsbesuchs von Xi in Washington D.C. waren sich die beiden Staats-Oberhäupter in Sachen Klimaschutz einig. Sie sehen den Klimawandel als eine der größten Herausforderungen der Menschheit an und sind sich ihrer entscheidenden Roll im Kampf dagegen bewusst.

Mehr Transparenz soll Vertrauen schaffen

In einer historischen Erklärung hatten Obama und Xi vor knapp einem Jahre dargelegt, wie sie in Sachen Klimaschutz weiter vorgehen wollen. Sie bestätigen und festigen ihre Erklärung von November 2014. Beide Staaten stehen weiter zu der Verabredung, in 2015 ein Abkommen zu erreichen, dass die Umstände in den einzelnen Regionen und Staaten in angemessener Weise berücksichtigt. Ziel ist ein Klimaschutzvertrag in Paris, mit dem das Ziel, die Klimaerärmung unter zwei Grad Celsius zu halten, ermöglicht werden soll. Wichtig ist den USA und China dabei, die Transparenz durch Reportings und Kontrollen zu verbessern. So soll das gegenseitige Vertrauen gestärkt werden. Weiter betonen die beiden Großmächte die Bedeutung von Anpassungs-Maßnahmen an den Klimawandel.

Maßnahmen in China, den USA und Kapital für Entwicklungsländer

China will seine CO2-Intensität verringern. So soll das Verhältnis zwischen CO2-Emissionen und dem Bruttoinlandsprodukt bis zum Jahr 2030 gegenüber 2005 um 60 bis 65 Prozent sinken. Zudem will China 2017 einen Emissionshandel für die wichtigsten Industriezweige aufbauen. Die USA verfolgen u.a. ihren Clean Power Plan, wonach bis zum Jahr 2030 der Stromerzeugungssektor 32 Prozent weniger CO2 ausstoßen soll als noch 2005. Zudem sollen im Güterverkehr neue Effizienz-Standards für Schwerlast-Transporte auf den Weg gebracht werden, die ab 2019 gelten sollen. Die USA und China wollen auch Kapital für Nachhaltigkeits-Projekte in Entwicklungsländern bereitstellen. Dazu wollen beide Länder etwa drei Mrd. US-Dollar zur Verfügung stellen. Die USA bestätigten ihre Absicht, drei Mrd. US Dollar in den Green Climate Fonds einzuzahlen. China will für weitere Entwicklungsländer im Rahmen des China South-South Climate Cooperation Fonds umgerechnet etwa 3,1 Mrd. US-Dollar zur Verfügung stellen.

Quelle: IWR Online

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