05.04.2011, 18:05 Uhr

Vermeintlich vermisste Brennelement-Kugeln lagern doch in Jülich

Berlin - Das Bundesumweltministerium hat jetzt kurzfristig die für den ehemaligen Jülicher Forschungsreaktor zuständige Atomaufsichtsbehörde, das NRW-Wirtschaftsministerium, zu einem bundesaufsichtlichen Gespräch einbestellt. Dabei ging es um den Verbleib von 2285 Brennelement-Kugeln, die in dem seit langem stillgelegten Atomversuchsreaktor eingesetzt waren. Nach Darstellung der Landesatomaufsicht lagern diese 2285 beim Betrieb oder bei nachfolgenden Versuchen zerbrochenen Kugeln einzementiert im Zwischenlager des Forschungszentrums. Die Kugeln sind den Angaben zufolge nicht in die Asse eingelagert worden. Hierzu hatte es am Wochenende widersprüchliche Angaben aus verschiedenen Ministerien der NRW-Landesregierung sowie des Forschungszentrums Jülich gegeben.

Die Darstellung der nordrhein-westfälischen Atomaufsicht zum Verbleib der Brennelementkugeln wird nach BMU-Angaben auch durch die Prüfungen von Euratom (Europäische Atomgemeinschaft) belegt. Demnach weise die Bilanzierung des Kernmaterials keine Lücken auf. Das NRW-Wirtschaftsministerium werde dem BMU kurzfristig noch einen Bericht dazu vorlegen, so das BMU. An dem bundesaufsichtlichen Gespräch nahmen die zuständigen Fachbeamten von Bund und Land teil.

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