Wetter: Tiefs bringen viel Windenergie - Schnee in den Alpen zu Silvester und Neujahr 2014
Münster – Kaum ist das Orkantief „Dirk“ mit viel Wind nach Nordosteuropa abgezogen, kommt das nächste Sturmtief „Erich“ und hat für den größten Teil Deutschlands milde Luft im Gepäck. Während in Großbritannien und im Norden Frankreichs erneut orkanartige Böen drohen, nimmt der Wind an den norddeutschen Küsten kräftig zu. Bis zum Jahreswechsel 2013/14 ändert sich in Deutschland an der aktuellen Großwetterlage mit den für die Jahreszeit viel zu hohen Temperaturen nichts.
Immer wieder erreichen derzeit die Ausläufer der über dem Nordatlantik ziehenden Tiefs das europäische Festland und treffen mit ihren Wolkenbändern auf die Alpenkette. So kommt es in den Alpen zu starkem Schneefall, auch in den höheren Lagen wie beispielsweise im Hochschwarzwald und im Bayerischen Wald schneit es heftig. Ansonsten überwiegt der Regen und an den Küsten drohen Sturmböen bis zum Wochenende. Mit bis zu 10 Grad ist es für die Jahreszeit deutlich zu mild.
Windkraftanlagen produzieren Strom mit bis zu 25.000 MW Leistung
Nachdem mit Orkantief „Xaver“ ein neuer Rekord bei der Windkraftleistung (über 26.000 MW) in Deutschland einherging, konnte das Orkantief „Dirk“ diesen Leistungsrekord nicht übertreffen. In der Spitze waren Windkraftanlagen mit einer Leistung von knapp über 25.000 MW am Netz. Das entspricht der durchschnittlichen Leistung von 25 Atomkraftwerken mit je 1.000 MW. Mit dem neuen Sturmtief "Erich" steigt die Windkraftleistung heute wieder deutlich über die 20.000 MW-Marke an.
Dezember 2013 in Deutschland zu warm – Rekord mit 17,5 Grad in Baden-Baden
Zum Ende des Jahres 2013 fällt der Winter in Deutschland aus. Stattdessen meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) neue Temperaturrekorde im Dezember. Am wärmsten war es Heiligabend 2013 in Baden-Baden mit plus 17,5 Grad. Etwa die Hälfte der Wetterstationen verzeichnete die höchsten Temperaturen in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, so der DWD.
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