10.07.2013, 09:47 Uhr

Windenergie-Großprojekte mit über 1.300 MW in den USA und Neuseeland genehmigt

Washington, D.C. / Wellington, Neuseeland - In den USA und in Neuseeland sind große Windenergie-Vorhaben genehmigt worden. Das Innenministerium der US-Regierung hat einem Windpark in der Größenordnung von 500 Megawatt (MW) im Bundesstaat Arizona zugestimmt. Dem Großprojekt soll nach Angaben des Innenministeriums öffentliches Land im Nordwesten von Arizona bereitgestellt werden. Der Mohave Grafschaft Windpark, den BP Wind Energy North America entwickeln will, sieht die Errichtung von bis zu 243 Windenergieanlagen (WEA) vor. Die erzeugte Strommenge soll ausreichen, um bis zu 175.000 Haushalte mit sauberem Strom zu versorgen. Durch den Bau und Betrieb sollen 750 Arbeitsplätze entstehen. Diese Genehmigung knüpft an den von US-Präsident Barack Obama jüngst vorgestellten Klimaschutz-Aktionsplan an. Dieser sieht eine zusätzliche Genehmigung von regenerativen Energieprojekten mit einer Leistung von 10.000 MW vor, die zusätzlich zu den ursprünglich geplanten 10.000 MW auf öffentlichem Land bis zum Jahr 2020 errichtet werden soll. Mit der Ankündigung hat das Innenministerium seit 2009 bereits insgesamt 46 Wind-, Solar- und Geothermieprojekte auf öffentlichem Land bewilligt.

Größter Windpark Neuseelands genehmigt

Auch der Umweltgerichthof in Neuseeland (Environment Court of New Zealand) hat dem Bau eine Windenergie-Großprojektes zugestimmt. Der Castle Hill-Windpark vom staatlichen Energieversorger Genesis Energy, könnte das größte Windpark-Projekt in Neuseeland werden. Der Windpark auf der Nordinsel der Landes soll aus 286 Windanlagen bestehen und über eine Gesamtleistung von 860 MW verfügen. Damit könnten rund 370.000 Haushalte mit Strom versorgt werden. Die Realisierung dieses Windparks würde die gesamte Erzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien in Neuseeland auf weit über 4.000 MW erhöhen. Der Energy and Resources Minister Simon Bridges begrüßte die Entscheidung des Umweltgerichthofes und wies darauf hin, dass das Projekt ohne staatliche Fördermittel von Genesis Energy umgesetzt werde. Er zeigte sich außerdem überzeugt, dass durch solche Projekte das gesteckte Ziel, 90 Prozent der Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen bis 2025 zu erzeugen, realisiert werden könne.


© IWR, 2013