Neues Beben in Japan - Fukushima kommt mit Schrecken davon
Münster - Knapp ein Jahr nach dem verheerenden Seebeben und dem darauffolgenden Tsunami hat sich vor Japan wieder ein Seebeben ereignet. Das Beben mit der Stärke 6,8 auf der Richterskala erschütterte die Erde rd. 250 km östlich des havarierten Kernkraftwerks Fukushima 1. Die japanischen Behörden gaben daher eine Tsunami-Warnung heraus, offenbar fiel die Welle jedoch deutlich kleiner aus als befürchtet. Zudem wurden keine größeren Schäden gemeldet. Vor allem die Atomruine in Fukushima rückt bei neuen Erdbeben immer wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Fukushima-Risiko in Block 4
Neben den hohen Strahlenwerten gilt die größte Sorge in Fukushima der Gefahr eines erneuten Starkbebens, welches das ohnehin stark beschädigte Reaktorgebäude 4 zum Einsturz bringen könnte. Im Abklingbecken von Block 4 lagern im 4. Stock noch etwa 1.300 Brennstäbe, während im 5. Stock schwere Maschinen stehen, so ein japanischer Atomingenieur in einem ZDF-Beitrag. Sollte das Gebäude durch ein erneutes Beben oder einen Tsunami zusammenbrechen, würde dies eine Kettenreaktion unter freiem Himmel auslösen. Weitere Arbeiten auf dem Gelände wären dann so gut wie unmöglich und die übrigen Reaktoren könnten ebenfalls außer Kontrolle geraten.
Fukushima: Hohe Strahlung verhindert Reparaturarbeiten
© IWR, 2012