IWR-Start | News | Windenergie | Offshore Windenergie | Solarbranche | Bioenergie | Energiejobs | Intern.

Top 50 Firmen | RENIXX World | Politik | Termine | Messen | Newsletter | | |
 
23.03.2017, 15:01 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Atommüll: Bundestag beschließt Endlagergesetz

Berlin – Wenn sich jemand sich das Ziel setzt, bis zum Jahr 2031 etwas zu finden, dann muss die Suche danach höchst kompliziert sein. Von einer schwierigen Mission kann bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll in Deutschland durchaus die Rede sein. Der Bundestag hat nun die Grundlagen dafür geschaffen.

Der Bundestag hat das Gesetz zur Endlagersuche, das sogenannte Standortauswahlgesetz (StandAG), beschlossen. Von Beginn der Standortauswahl an sollen Bürger und Betroffene in das Verfahren eingebunden werden. Die Suche soll laut Plan bis zum Jahr 2031 dauern, die Lagerung kann demnach ab 2050 beginnen.

Kompliziertes und langwieriges Verfahren für Standortsuche
Das Standortauswahlgesetz regelt das Verfahren zur Suche nach einem Standort in Deutschland für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Die Anforderungen sind scheinbar unerreichbar hoch. Das Endlager für den strahlenden Atommüll soll die größtmögliche Sicherheit für einen Zeitraum von einer Million Jahre gewährleisten. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erklärte im Bundestag: "Deutschland muss sich nun auf den Weg machen, einen jahrzehntelangen tiefen Konflikt in unserer Gesellschaft zu lösen." Es gehe um eine ergebnisoffene und bundesweite Endlagersuche.

Noch 30.000 Generationen von Atom-Technologie betroffen
"Über 30.000 Generationen werden noch von den Folgen der Atom-Technologie betroffen sein, die bei uns gerade einmal 60 Jahre in Betrieb war", stellte Hendricks fest. Vor der Einleitung des Standortauswahlverfahrens hatte der Deutsche Bundestag die Endlagerkommission eingesetzt. Sie hat Grundsatzfragen für die Entsorgung solcher Abfälle erörtert. Dabei ging es besonders um Ausschlusskriterien, Mindestanforderungen für die Standortauswahl sowie um Anforderungen an das Verfahren des Auswahlprozesses und die Prüfung der Alternativen. Von Beginn der Standortauswahl an sollen Bürger eingebunden werden. Ein nationales Begleitgremium verfolgt alle Aktivitäten. "Wir wollen Fronten zusammenführen", sagt dessen Vorsitzender Klaus Töpfer.

Atommüll soll 500 Jahre lang rückholbar sein

Für die Suche soll das Prinzip der weißen Landkarte gelten. Das bedeutet, dass kein Ort von vornherein ausgeschlossen oder bevorzugt werden darf. Wissenschaftler der Bundesgesellschaft für Endlagerung suchen nach diesem Ort. In Frage kommen Formationen aus Salz, Ton und kristallines Gestein wie Granit, teilt die Bundesregierung mit. Die Gesteinsschichten sollten zudem nicht schon durch Bergbau- oder Geothermie durchlöchert sein. Der Müll soll 500 Jahre lang rückholbar sein, falls es doch noch Probleme gibt oder die Wissenschaft neue Erkenntnisse erlangt. Das sogenannte Endlagerbergwerk ist in einer Tiefe von 500 bis 1.000 Metern geplant.

Hendricks bezeichnete die langwierige Suche als Testfall für die deutsche Demokratie. Sie sei stolz, dass man sich parteiübergreifend auf ein Verfahren für diese "Jahrhundertaufgabe" verständigt habe. Nach dem Bundestag entscheidet der Bundesrat über den Gesetzentwurf.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2017

Weitere Nachrichten und Infos zum Thema Atomenergie
Deutsche Atomkraftwerke fallen über Monate aus
Deutschland scheitert beim Klimaschutz
Atomruine Fukushima - Milliarden Kosten auf Jahrzehnte
Zum Abschaltplan der verbliebenen AKWs in Deutschland
Veranstaltung: Blackout -Netztechnik -Rechtsrahmen -Folgekrisen –Cyberattacke
Energiejobs: Schichtleiter (m/w) im innovativen Heizkraftwerk in Kiel gesucht
Nähere Informationen zum alternativen Klimaschutzansatz - CERINA-Plan







Meldung drucken | E-Mail: Artikel empfehlen
 

IWR-Newsticker Erneuerbare Energien:
Anzeige


Firma   -im Profil-



Produkte   -Anzeige-
25.04.2017 - Uniper, Shell, Engie & Co einigen sich zur Pipeline-Finanzierung
25.04.2017 - BEE: Deutschland verpasst Ausbauziel für erneuerbare Energien
24.04.2017 - Cropenergies verdoppelt Dividende
24.04.2017 - Hendricks fördert Klimaschutz-Offensive des Einzelhandels
24.04.2017 - Börse: Dax auf Allzeithoch – RWE dank Innogy-Zahlen stark – Eon gegen Analysten-Empfehlung gefragt – Gamesa an RENIXX-Spitze
24.04.2017 - Belgischer Netzbetreiber installiert Offshore Stromstecker
24.04.2017 - Hannover Messe eröffnet: Energy meets Industry
24.04.2017 - BHKW-Spezialist 2G dämpft Ergebnis-Erwartung
24.04.2017 - Forsa-Umfrage: Rückenwind für Windenergie in Baden Württemberg
24.04.2017 - KW 16/2017: RENIXX schwach vor Frankreich-Wahl - Windenergie in Indien und Tesla-Bremsprobleme im Fokus
 
Strom-News
25.04.2017 - BEE: Deutschland verpasst Ausbauziel für erneuerbare Energien
24.04.2017 - Hendricks fördert Klimaschutz-Offensive des Einzelhandels
24.04.2017 - Börse: Dax auf Allzeithoch – RWE dank Innogy-Zahlen stark – Eon gegen Analysten-Empfehlung gefragt – Gamesa an RENIXX-Spitze
24.04.2017 - Hannover Messe eröffnet: Energy meets Industry
24.04.2017 - Forsa-Umfrage: Rückenwind für Windenergie in Baden Württemberg
24.04.2017 - KW 16/2017: RENIXX schwach vor Frankreich-Wahl - Windenergie in Indien und Tesla-Bremsprobleme im Fokus
 
Atomenergie-News
13.04.2017 - AKW Grohnde mit verminderter Leistung wieder am Netz
12.04.2017 - Auch Atomkraftwerk Philippsburg I wird abgerissen
11.04.2017 - Start für Abriss des Atomkraftwerks Neckarwestheim I
07.04.2017 - Jedes zweite deutsche Atomkraftwerk steht still
04.04.2017 - Rückbau von AKW Isar 1 startet
29.03.2017 - Trump dreht Obamas Klimapolitik zurück

 

Business- und Wirtschaftsthemen Erneuerbare Energien

  

Suche in IWR - Newsticker Original-Pressemitteilungen Produkte Firmenprofile


© IWR - Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien

Energie Business Verbund
Presse IWR-Pressedienst.de | Marketing Firmen | Stellen Energiejobs.de | Messen Energiekalender.de |

Energiethemen- und Branchenverbund
iwr.de |Windbranche.de | Offshore-Windenergie | ISolarbranche.de | Bioenergie-Branche |Solardachboerse.de |RenewablePress.com | RenewableEnergyIndustry | Windindustry | Offshore-Windindustry | Energiefirmen | Energiespeicher | Energieeffizienz

Verbraucher
Strompreisrechner.de | Stromtarife.de | Solardachboerse.de | Energiehandwerker.de

 
>> zurück
 
Home-IWREnglishWindenergieSolarenergieWasserkraftBioenergieGeoenergieEmail/Kontakt