18.04.2012, 12:22 Uhr

Österreich will keinen Atomstrom mehr aus Deutschland und Tschechien

Wien - Österreich hat zwar keine eigenen Atomkraftwerke, will ab 2015 aber auch keinen Atomstrom mehr importieren. Nach dem dritten Anti-Atomgipfel sagte Bundeskanzler Faymann: "Greenpeace und Global 2000 ziehen gemeinsam mit der Regierung an einem Strang. Das zeigt, dass wir die Sache wirklich ernst nehmen. Österreich wird ab 2015 von Atomstromimporten frei sein." Das sei eine wichtige Argumentationsbasis für Österreichs Verhandlungsposition auf europäischer Ebene, so Faymann weiter. "Denn immer noch setzt die Atomlobby darauf, dass Menschen die Gefahren und Risiken von Atomenergie ausblenden und das Leid als Folge von Atomunfällen vergessen", sagte Faymann.

Stromkennzeichnung soll Import von Atomstrom verhindern

Zunächst wurden drei wichtige Punkte auf dem Weg zum atomstrom-freien Land beschlossen. Dazu gehören gesetzliche Regelungen wie eine vollständige Stromkennzeichnung, der Verzicht auf den Bezug von Atomstromzertifikaten und auch ein Atomstromfrei-Gütesiegel. Die Versorgung mit Strom unbekannter Herkunft (Graustrom) wird untersagt. Die gesetzliche Regelung soll für die Industrie 2015 in Kraft treten, für die Haushaltskunden bereits 2013.

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