05.07.2012, 08:29 Uhr

Indonesien will Solarindustrie aufbauen

Berlin - Der südostasiatische Inselstaat Indonesien will die Nutzung der Solarenergie und eine entsprechende Industrie im eigenen Land aufbauen. Wie die Exportinitiative Erneuerbare Energien des Bundeswirtschaftsministeriums mitteilt, deckt das Land mit seiner aufstrebenden Wirtschaft den Energiebedarf derzeit vor allem durch Kohle und Öl. Der Elektrifizierungsgrad Indonesiens liege gegenwärtig bei 55 bis 60 Prozent. Das Potenzial insbesondere für Solarenergie in Indonesien sei durch die hohe Sonneneinstrahlung (4,8 kWh/m² pro Tag) und die teilweise erheblichen regionalen Versorgungsdefizite groß. Bislang seien lediglich zehn MW an Photovoltaik-Leistung im Land installiert, so die Exportinitiative.

Ziel: 12,5 GW regenerative Kraftwerks-Leistung bis 2025

Die Regierung Indonesiens verfolge nun das Ziel, die PV-Kapazität auf 0,87 GW bis 2025 zu steigern, oder mindestens 50 MW pro Jahr neu an PV-Anlagen zu installieren. Insgesamt sollen sich die Stromerzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Energien nach Angaben der Regierung bis 2025 auf 12,5 GW ausweiten. Um dieses Ziel zu erreichen, möchte die indonesische Regierung bis 2025 15,7 Mrd. US-Dollar für erneuerbare Energien, als Teil der Strategie zur Senkung des Treibhausgasausstoßes und zur Entwicklung neuer Industrien im Land, investieren. Derzeit seien bereits, zumeist ausländische, Unternehmen vor Ort, die sich mit der Installation von Solarkraftwerken befassen. Jedoch werden hochtechnologische Bauteile, wie bspw. die PV-Module, im Ausland produziert und entwickelt. Diese strukturelle Abhängigkeit wurde von der Regierung als Potenzial für die Etablierung von indonesischen PV-Modul-Herstellern erkannt und speziell gefördert. Der Prozess befinde sich allerdings noch ganz am Anfang, so die Exportinitiative.


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