SES Energiesysteme: Umgang mit BHKW am Südpol überlebenswichtig
Berlin - Die Crew der Südpol-Forschungsstation Neumayer III wechselt in Kürze und die neue Mannschaft bereitet sich auf ihren einjährigen Einsatz vor. Dazu gehört auch die Schulung des Umgangs mit den vier Polar-BHKW von SES. Zu diesem Zweck zeigen Experten der SES am Produktionsstandort Rackwitz dem neuen Überwinterungsteam den überlebenswichtigen Umgang mit den BHKW.
4 BHKW mit je 160 kW elektrischer Leistung
In der Polarstation erzeugen insgesamt vier BHKW-Module, wobei eines die Notstromfunktion erfüllt, eine elektrische Leistung von je 160 kW und eine Wärmeleistung von je 178 kW. Die Leistung wird dem Bedarf vor Ort angepasst und stellt die Versorgung der neunköpfigen Forschungs-Crew sicher. Das Überwinterungsteam muss aufgrund der Abgeschiedenheit der Station jetzt mit der Wartung der Anlage vertraut gemacht werden, damit es diese auch im Notfall wieder in Gang setzen kann. In einer dreitägigen Schulung vermitteln die SES-Spezialisten den Forschern das notwendige Wissen über die gelieferte Polardiesel-BHKW-Anlage und führen Praxisübungen durch.
Ganzjährige Erforschung der Antarktis
In der Forschungsstation "Neumayer III" des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft überwintern bis zu zehn Personen und betreiben wissenschaftliche Observatorien, die die ganzjährige Erforschung der Antarktis sicherstellen. Die Station ist dabei neun Monate im Jahr nur über Funk mit der Außenwelt verbunden – eine unabhängige und zuverlässige Versorgung mit Wärme und elektrischer Energie ist deshalb lebensnotwendig. Im Sommer kann die Station bis zu 40 Personen beherbergen.
Kraft-Wärme-Kopplung: Förderprogramm für Mini-BHKWs greift
© IWR, 2012