18.02.2013, 17:08 Uhr

Solarthermie-Markt Deutschland sinkt 2012 um 9 Prozent

Berlin - Im Jahr 2012 sind in Deutschland rund 145.000 neue Solarthermie-Anlagen mit einer Kollektorfläche von 1,15 Millionen Quadratmetern installiert worden. Insgesamt werden damit hierzulande nach Angaben des Bundesindustrieverbands Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) und des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) rund 1,8 Millionen Solarwärme-Anlagen betrieben. Im Jahr 2011 wurden neue Solarwärme-Anlagen mit einer Kollektorfläche von 1,27 Mio. Quadratmetern installiert, so dass die neue Fläche in 2012 um 9,4 Prozent gesunken ist. Der Solarthermie-Markt 2012 hat in etwas das Niveau des Jahres 2010 (1,15 Mio. Quadratmeter) und liegt damit deutlich unterhalb der Rekordwerte des Boomjahrs 2008 (2,10 Mio. Quadratmeter). Die weit überwiegende Mehrheit der Systeme nutzt 2012 wie in den Vorjahren die Flachkollektor-Technik. Bei knapp einem Zehntel der Kollektorfläche (9,9 Prozent) kamen Röhrenkollektoren zum Einsatz.

Verbände erwarten 2013 steigende Nachfrage

Für das laufende Jahr erwarten beide Verbände eine steigende Nachfrage, weil u.a. immer mehr Heizungen nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik seien. "Wir beobachten einen wachsenden Modernisierungsdruck angesichts vieler veralteter Heizungen. Wer 2013 seine Heizung modernisiert, sollte unbedingt die Installation einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung ernsthaft prüfen und nach den attraktiven staatlichen Zuschüssen und Finanzierungsmöglichkeiten fragen", empfiehlt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Die Förderkonditionen der vom Bundesamt für Wirtschaft (BAFA) gewährten Zuschüsse im Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien wurden erst im letzten Jahr verbessert.

Kontinuierliches und haushaltsunabhängiges Förderinstrument fehlt

Aus Sicht der Verbände fehlt aber nach wie vor ein kontinuierliches und haushaltsunabhängiges Förderinstrument, um den dringend notwendigen forcierten Ausbau der Solarwärme zu erreichen. BDH und BSW-Solar fordern alle Parteien daher auf, endlich die notwendigen Rahmenbedingungen für einen Durchbruch der Erneuerbaren Wärme zu schaffen. Dies müsse unabhängig vom Wahlausgang eines der ersten Projekte der neuen Bundesregierung sein. Während der Anteil Erneuerbarer Energien im Strommarkt inzwischen bei 25 Prozent liegt, liegt ihr Anteil am Wärmemarkt in Deutschland erst bei rund 11 Prozent.

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