14.05.2014, 17:12 Uhr

Pakistan: Baubeginn für 1.000 Megawatt Photovoltaik-Solarpark

Bahawalpur, Pakistan – Die Bauarbeiten für ein 1.000 Megawatt (MW) großes Photovoltaik-Solarkraftwerk in Pakistan haben begonnen. Am 9. Mai hat der Premierminister Mohammad Nawaz Sharif feierlich den ersten Spartenstich für den „Quaid e Azam Solar Park Bahawalpur“ im Westen des Landes gesetzt.

Initiator und Betreiber des PV-Projektes ist die Firma Quaid-e-Azam Solar Power (Pvt.). Nach ihrer Einschätzung sind die Umweltbedingungen für die Nutzung erneuerbarer Energien in Pakistan sehr gut. Dies habe die pakistanische Regierung allerdings bislang kaum genutzt, hauptsächlich seien nur Wasserkraftwerke gebaut worden. Nun hat der Bau eines gigantischen Solarparks zur Stromerzeugung auf einer Fläche von über 2.600 Hektar begonnen.

1.000 MW-Solarpark geplant - Erster Abschnitt in diesem Jahr mit 100 MW

Die Regierung der pakistanischen Provinz Punjab hat gut 2.600 Hektar Land in der Nähe von Bahawalpur an der Grenze zu Indien zum Zweck der Errichtung eines 1.000-MW-Solarparks bestimmt. Dies berichtete der Betreiber Quaid-e-Azam Solar Power (Pvt.) Limited. Der Solarpark ist eine Initiative der Regierung von Punjab, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern bei der Stromerzeugung von Pakistan zu reduzieren und die stetig wachsenden Nachfrage zu bedienen. Im ersten Bauabschnitt sollen bis Ende des Jahres die ersten 100 MW Solarleistung installiert werden. Das gesamte Photovoltaik-Kraftwerk soll Ende 2016 betriebsbereit sein. Bei Fertigstellung könnte das pakistanische Solarkraftwerk eine der weltweit größten Photovoltaik-Anlagen sein, die umweltfreundlichen Strom erzeugt.

Deutsche EE-Anlagenhersteller in Pakistan erfolgreich

Auch deutsche Unternehmen kommen bei regenerativen Energieprojekten in Pakistan zum Zug. So hat Nordex im vergangenen Jahr Aufträge für Windparks in Pakistan erhalten. Im Bereich Wasserkraft soll zudem die größte Anlage des Landes ausgebaut werden. Durch die Erweiterung des Kraftwerkes Tabela im Norden des Landes soll die installierte Leistung um 1.410 MW auf 4.888 MW erhöht werden. Der Maschinenbauer Voith aus Heidenheim (Baden-Württemberg) hat sich diesen Auftrag geschnappt.


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