12.06.2014, 16:00 Uhr

Münster soll das Zentrum der Batterieforschung werden

Münster/Jülich/Aachen – Die Speicherung von Energie gilt als einer der wichtigsten Baustellen auf dem Weg zur Elektromobilität, auf der gleichzeitig noch viel Arbeit ansteht. In Münster wurde nun ein neues Kompetenzzentrum zur Batterieforschung eingeweiht, welches sich eng in die bestehende Forschungslandschaft einfügen soll.

Münster entwickelt sich immer mehr zum Zentrum der Batterieforschung. Im neu eröffneten Helmholtz-Institut Münster (HIMS) soll die Expertise dreier nordrhein-westfälischer Universitäten gebündelt und die Forschung an elektrochemischen Speicherkonzepten verstärkt werden, wie Bundesbildungsministerin Wanka bei der Eröffnung betonte.

Enge Zusammenarbeit: Kompetenzen aus Jülich, Aachen und Münster

Der Name des „Helmholtz-Institut Münster for Ionics in Energy Storage“ in Münster ist Programm: Ziel des Kompetenzzentrum ist die Forschung an Elektrolyten, die in Batterien sowohl als Medium für den Ionentransport dienen, als auch als zentrale Komponente mit allen Batteriebestandteilen reagieren. Deren Eigenschaften bestimmen maßgebliche die Leistung, Sicherheit und Lebensdauer von Batterien. Das HIMS wird als Zweigstelle des Forschungszentrums Jülich betrieben und bündelt als Kooperationsprojekt die Kompetenzen des Forschungszentrums Jülich und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der RWTH Aachen. Das Institut mit zwei Professoren und 20 Mitarbeitern wird räumlich direkt neben dem in Münster bestehenden „Münster Electrochemical Energy Technology“ (MEET) angesiedelt sein.

Umfassende Forschung zur Elektromobilität in NRW

Das Konzept des HIMS bewertete eine Gutachterkommission als „wissenschaftlich exzellent“ - mit ein Grund für die üppige finanzielle Ausstattung: Die Grundfinanzierung beträgt 5,5 Millionen Euro jährlich und wird zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen getragen. Darüber hinaus investiert das Land weitere elf Millionen Euro bis 2018. Das HIMS erweitert das bestehende Kompetenzzentrum zur Batterieforschung in Münster, welches als eines von drei Kompetenzzentren u.a. die Elektromobilität in Deutschland fördern soll. Neben Münster beherbergt die RWTH Aachen ein Kompetenzzentrum für Fahrzeugtechnik und die TU Dortmund eines für Infrastruktur und Netze. Die Landesregierung hat sich das Ziel gesetzt, das in NRW bis zum Jahr 2020 auf den Straßen 250.000. Elektrofahrzeuge unterwegs sind.


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