01.07.2014, 15:26 Uhr

Senvion stellt erste Offshore-Turbinen für "Nordsee Ost" auf

Hamburg – Nördlich von Helgoland entsteht ein neuer Hochsee-Windpark: Das Projekt Nordsee Ost wird vom Energiekonzern RWE entwickelt, der Hersteller Senvion hat nun mit der Installation der Turbinen begonnen. Die ersten Anlagen stehen schon.

Die Senvion SE ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft innerhalb der Suzlon Gruppe. Der Ableger des indischen Windenergieanlagen(WEA)-Herstellers ist für die Errichtung der Windenergieanlagen (WEA) im Offshore-Windpark Nordsee Ost zuständig. Nun wurden die ersten Anlagen aufgestellt.

Inbetriebnahme ab September 2014

Der Windpark Nordsee Ost befindet sich rund 35 Kilometer nördlich der Insel Helgoland und wird mit insgesamt 48 Senvion-WEA des Typs 6.2M126 ausgestattet. Jede Turbine verfügt dabei nach Herstellerangaben über eine Nennleistung von 6,15 Megawatt (MW). Senvion liefert zudem alle WEA-Komponenten sowie die Service-Plattformkräne. Dabei werden die Naben, Rotorblätter, Maschinenhäuser, Türme und weitere Plattform-Komponenten im Basishafen CT1 in Bremerhaven weitestgehend vormontiert und auf Spezialschiffe zum Transport an ihren Bestimmungsort verladen. Die Installation der Turbinen soll dieses Jahr abgeschlossen werden, die Inbetriebnahme ist ab September geplant. Die endgültige Fertigstellung des Projekts ist für das Frühjahr 2015 anvisiert, dann soll der Offshore-Windpark über eine installierte Leistung von rund 295 MW verfügen. Beim Projekt Nordsee Ost werden die Turbinen in einer Wassertiefe von 22 bis 25 Metern errichtet.

Verzögerung auch bei Nordsee Ost

Nordsee Ost sollte laut Senvion ursprünglich zwischen 2011 und 2013 errichtet werden. Demnach war der der ersten Anlagen schon für 2012 vorgesehen. Die Verzögerungen führt das Unternehmen auf Probleme beim Netzanschluss zurück. Andreas Nauen, Vorstandsvorsitzender (CEO) Senvion SE, sagt dazu: "Wir freuen uns sehr, dass die ersten Turbinen für Nordsee Ost jetzt im Wasser stehen. Eine erfolgreiche Energiewende braucht Onshore und Offshore und die Windenergie insgesamt braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Das derzeit im EEG 2.0 vorgesehene Stauchungsmodell betrachten wir als sinnvolle Vergütung, auf die Finanzierungen bauen werden." 

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